Ein geopolitischer Rückgang von Risiken müsste den Goldpreis eigentlich belasten. Am Montag zeigte sich jedoch das Gegenteil. Nicht der Verlust der Sicherheitsprämie bestimmte den Handel, sondern die geldpolitische Wirkung eines kräftigen Ölpreisrückgangs.
Mit nachlassenden Inflationssorgen sanken die US-Renditen spürbar. Der Dollar gab leicht nach, nachdem die Feinunze zuvor bei 4.070 Dollar gehandelt worden war — gut 17 Dollar mehr als am Freitag. Der Markt korrigierte zugleich einen Teil seiner besonders aggressiven Zinserwartungen, was Gold zusätzlich stützte.
Fed und Inflationsdaten im Blick
Nach einer bullischen Kurslücke zu Handelsbeginn gab Gold einen Teil der Gewinne wieder ab, weil sich Ölpreise und Dollar von ihren Tagestiefs erholten. Händler richten den Blick nun auf die Zinsentscheidung der US-Notenbank am Mittwoch und die PCE-Inflationsdaten am Donnerstag. Bis dahin bewegt sich XAU/USD in einer Spanne zwischen 4.000 und 4.200 Dollar, nahe dem 21-Tage-Durchschnitt — ein Zeichen dafür, dass der Markt vor den anstehenden Terminen Position bezieht, statt sich festzulegen.
Am Devisenmarkt spiegelte sich die Nervosität ebenfalls wider. Der Euro rutschte von zeitweise über 1,14 Dollar auf 1,1371 Dollar ab, nachdem Berichte aus Sicherheitskreisen in Islamabad eine begrenzte US-Bodenoffensive im Iran-Konflikt für wahrscheinlicher hielten. Selbst ein überraschend starkes Ifo-Geschäftsklima in Deutschland konnte den Euro nicht stützen — der Ölpreisanstieg der vergangenen Wochen dürfte die Umfrageergebnisse laut Commerzbank-Chefvolkswirt Jörg Krämer nur bedingt aussagekräftig machen.
China kauft, während der Westen zögert
Während westliche ETF-Anleger bei den jüngsten Kursschwankungen eher zurückhaltend agieren, nutzt China die Preiskorrektur für deutlich anziehende physische Käufe. Aktuelle Handelsdaten zeigen einen spürbaren Anstieg der chinesischen Goldimporte, nachdem die internationalen Spotpreise von ihren Rekordständen zurückgekommen waren. Diese physische Nachfrage aus Asien wirkt wie ein Sicherheitsnetz unter dem globalen Goldpreis — sie fängt Rückschläge ab, die an westlichen Terminmärkten sonst ungebremst durchschlagen würden.
Die kommenden Tage dürften Klarheit bringen. Bleibt die Fed bei ihrem Kurs, könnte sich die Handelsspanne zwischen 4.000 und 4.200 Dollar auflösen — in welche Richtung, entscheidet sich an den PCE-Daten am Donnerstag.
Gold: Kaufen oder verkaufen?! Neue Gold-Analyse vom 27. Juli liefert die Antwort:
Die neusten Gold-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Gold-Investoren. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 27. Juli erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
Gold: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...
