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Symbolbild, KI-generiert

Gold: Öl diktiert den Kurs

Ein Pipeline-Ausfall in Saudi-Arabien treibt die Ölpreise und erhöht die Zinserwartungen. Gold fällt, bleibt dank politischer Risiken jedoch stabil.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Gold notiert zeitweise bei 4.262 Dollar
  • Saudi-Pipeline fällt drei bis fünf Wochen aus
  • Zinserhöhung wird zu über 90 Prozent erwartet
  • Politische Risiken begrenzen weitere Goldverluste

Sonst ist es der Zinsausblick, der den Goldpreis bewegt. Diese Woche hat ein anderer Faktor das Kommando übernommen: der Ölpreis. Die Feinunze rutschte zeitweise auf 4.262 Dollar, bevor sie einen Teil der Verluste wieder aufholte und sich bei 4.295 Dollar einpendelte — ein Rückgang von 0,12 Prozent gegenüber dem Vortag.

Saudischer Pipeline-Ausfall treibt Ölpreise

Auslöser der Nervosität ist ein Angriff Iran-naher Huthi-Milizen auf eine zentrale saudische Ost-West-Pipeline. Die Route transportierte zuletzt zwischen 2,6 und 4 Millionen Barrel Öl täglich und dürfte laut Angaben aus der Region für drei bis fünf Wochen ausfallen.

Ein möglicher Ausfall von bis zu vier Prozent der globalen Ölversorgung schürt Inflationssorgen — und genau das setzt Gold unter Druck, obwohl das Edelmetall traditionell als Absicherung gegen steigende Preise gilt.

Der Mechanismus dahinter ist simpel: Höhere Energiepreise erhöhen die Wahrscheinlichkeit, dass die US-Notenbank an diesem Mittwoch die Leitzinsen anhebt. An den Terminmärkten wird eine Zinserhöhung inzwischen zu über 90 Prozent eingepreist, vor einer Woche lag die Wahrscheinlichkeit noch bei rund 59 Prozent.

Die Rendite zehnjähriger US-Staatsanleihen kletterte im Zuge dessen über die Marke von 5 Prozent — den höchsten Stand seit fast zwei Jahrzehnten. Da Gold keine Zinsen abwirft, verliert es in einem solchen Umfeld an relativer Attraktivität.

Warum Gold trotzdem nicht einbricht

Bemerkenswert ist, dass sich die Verluste bislang in Grenzen halten. Commerzbank-Volkswirtin Thu Lan Nguyen verweist auf fiskalische Sorgen und wachsende politische Risiken in den USA als möglichen Gegenpol.

Der anhaltende Druck von Präsident Donald Trump auf die Fed-Unabhängigkeit — verbunden mit Forderungen nach Zinssenkungen und Drohungen mit neuen Handelsbeschränkungen — könnte die relative Stärke des Edelmetalls erklären.

Charttechnisch bleibt Gold indes angeschlagen: Solange der Kurs unter dem 100- und 200-Tage-Durchschnitt notiert, bleibt der Ausblick fragil. Ende August hatte die Feinunze noch bei knapp 5.000 Dollar gelegen.

Die Fed-Entscheidung am Mittwoch dürfte die Richtung für die kommenden Wochen vorgeben. Bestätigt die Notenbank die eingepreiste Zinserhöhung und liefert zugleich einen restriktiven Ausblick über die aktualisierten Wirtschaftsprognosen, dürfte Gold weiter unter Druck geraten. Sollten die Projektionen dagegen vorsichtiger ausfallen als erwartet, hätte das Edelmetall Raum für eine Erholung.

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Diskussion zu Gold

Andreas Sommer

Mit über 40 Jahren Erfahrung im Bankwesen und Börsenjournalismus gehöre ich zu den etablierten Analysten im deutschsprachigen Raum. Nach mehr als zehn Jahren als Wertpapierberater bei der Deutschen Bank spezialisierte ich mich seit dem Börsencrash 1987 auf technische Analyse und charttechnische Methoden.

Als ehemaliger Chefredakteur mehrerer Börsenpublikationen entwickelte ich den "Aktienführer Neuer Markt" mit und führe heute einen Börsendienst, der sich auf wachstumsstarke Unternehmen fokussiert. Mein wöchentliches Markt-Barometer analysiert systematisch DAX, Dow Jones, Ölpreis, Währungen und Marktstimmung, um präzise Orientierung zu bieten.

Die Ergebnisse sprechen für sich: Leser meines Börsendienstes erzielten über zwei Jahrzehnte einen durchschnittlichen Depotzuwachs von +576%. Meine rechtzeitigen Warnungen vor dem Crash 2008 halfen vielen Anlegern, Verluste zu minimieren.

Heute teile ich meine Expertise durch den Newsletter "Chartanalyse-Trends", den Börsendienst "Momentum Trader", Vorträge auf Messen wie der Invest Stuttgart sowie YouTube-Videos. Mein "Timing is Money"-Ansatz identifiziert optimale Ein- und Ausstiegszeitpunkte für Aktien, Gold, Kryptowährungen und weitere Anlageklassen.