Starke Nachfrage der Notenbanken, schwache Kurse an der Börse. Bei Gold klaffen Realität und Marktstimmung derzeit weit auseinander. Das Edelmetall verliert im laufenden Jahr über fünf Prozent an Wert. Der Grund liegt in Washington.
Zinsen drücken den Kurs
Die US-Inflation erweist sich als hartnäckig. Der wichtige PCE-Preisindex stieg im Mai auf 4,1 Prozent. Das liegt deutlich über der Prognose der US-Notenbank. Fed-Chef Kevin Warsh hält den Leitzins unverändert bei 3,50 bis 3,75 Prozent.
Die Märkte rechnen nun mit drei Zinserhöhungen in diesem Jahr. Das belastet zinslose Anlagen wie das Edelmetall. Gold schloss am Freitag bei rund 4.104 US-Dollar. Damit notiert der Preis über acht Prozent unter seinem 50-Tage-Durchschnitt.
Zentralbanken kaufen massiv zu
Auf der anderen Seite stützen institutionelle Käufer den Markt. Eine Umfrage des World Gold Council zeigt ein klares Bild. Fast die Hälfte der befragten Zentralbanken plant weitere Goldkäufe auf Jahressicht. Nur ein einziges Institut will seine Bestände reduzieren.
Die Notenbanken erwarben zuletzt im Schnitt 1.000 Tonnen Gold pro Jahr. Das entspricht einer Verdopplung gegenüber dem vorherigen Jahrzehnt. Der Treiber: geopolitische Unsicherheiten. Viele Institute lagern ihr Gold parallel dazu wieder im eigenen Land.
Analysten uneins über Jahresende
Die großen Investmentbanken bewerten die Lage unterschiedlich. Goldman Sachs senkte das Kursziel für Ende 2026 auf 4.900 US-Dollar. Die Experten verweisen auf die straffe Geldpolitik der Fed. J.P. Morgan sieht den Preis dagegen bei 6.000 US-Dollar.
In der ersten Juliwoche stehen neue US-Konjunkturdaten an. Ein Rückgang der eingepreisten Zinserhöhungen könnte den Druck vom Edelmetall nehmen. Aktuell taxiert der Markt die Wahrscheinlichkeit für einen Zinsschritt im September auf 62 Prozent.
Gold: Kaufen oder verkaufen?! Neue Gold-Analyse vom 27. Juni liefert die Antwort:
Die neusten Gold-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Gold-Investoren. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 27. Juni erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
Gold: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...
