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Symbolbild, KI-generiert

Gold: Fünf-Prozent-Crash auf 4.353 Dollar

Robuste US-Arbeitsmarktdaten lösen heftigen Goldverkauf aus. Das Edelmetall verliert in einer Woche knapp fünf Prozent und fällt unter wichtige Marken.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Gold fällt auf 4.353 US-Dollar
  • Wochenverlust von fast fünf Prozent
  • Starke US-Jobdaten als Auslöser
  • Gold unter 200-Tage-Linie gefallen

Ein starker US-Arbeitsmarktbericht hat Gold in einer der schlimmsten Wochen des laufenden Jahres erwischt. Der Preis fiel bis Freitag auf rund 4.353 US-Dollar je Unze — ein Wochenverlust von knapp fünf Prozent.

Starke Jobs, schwaches Gold

Der Auslöser war eindeutig: Überraschend robuste US-Beschäftigungsdaten ließen die Erwartung aufkeimen, dass die Federal Reserve länger an ihrer restriktiven Geldpolitik festhalten könnte. Der Dollar legte zu, Anleiherenditen stiegen — beides klassische Gegenwinde für Gold, das selbst keine Zinsen abwirft.

Das Chartbild hat sich dabei deutlich eingetrübt. Gold fiel unter die psychologisch wichtige Marke von 4.500 US-Dollar und brach die 200-Tage-Linie nach unten durch. Mit einem RSI von 34 nähert sich das Edelmetall überverkauftem Terrain. Die nächsten Unterstützungen liegen bei rund 4.280 und 4.100 US-Dollar. Auf der Oberseite müsste Gold zunächst Widerstände bei 4.365 und 4.412 US-Dollar überwinden.

Zentralbanken kaufen wieder — aber weniger

Auf der Nachfrageseite zeigt sich ein gemischtes Bild. Metals Focus prognostiziert für 2026 einen Rückgang der globalen Goldnachfrage um zwei Prozent, getrieben von schwächerer Schmucknachfrage und nachlassenden Zentralbankkäufen. Im April kehrten die Notenbanken allerdings zurück: Nach Nettoverkäufen im März verzeichneten sie Nettokäufe von 17 Tonnen. Polen war mit 14 Tonnen der größte Käufer, China stockte seine Reserven den 18. Monat in Folge auf.

Strukturell bleibt Gold relevant. Laut einem EZB-Bericht übertraf der Goldanteil an weltweiten Währungsreserven Ende 2025 mit 27 Prozent erstmals den Anteil von US-Staatsanleihen — allerdings primär durch den gestiegenen Preis, nicht durch aktives Umschichten.

Weiter unter Druck

Seit seinem 52-Wochen-Hoch von 5.627 US-Dollar im Januar hat Gold inzwischen mehr als 22 Prozent verloren. Auf Jahressicht liegt das Plus damit bei mageren 0,3 Prozent. Der Abstand zum 50-Tage-Durchschnitt beträgt über sechs Prozent — das Momentum zeigt klar nach unten.

In der kommenden Woche richtet sich der Blick auf neue US-Konjunkturdaten. Sollten diese die Erwartung einer länger straffen Fed-Politik bestätigen, dürfte der Druck auf Gold anhalten. Erst eine Stabilisierung oberhalb der 4.365-Dollar-Marke würde das technische Bild aufhellen.

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