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Gold: Fed-Erwartungen bremsen Rally

Gold steigt dank schwachem Dollar und fallenden Ölpreisen, doch die Aussicht auf steigende US-Zinsen belastet die weitere Entwicklung.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Goldpreis legt zum Wochenstart zu
  • Hoffnung auf Iran-Frieden drückt Ölpreis
  • Fed erwartet keine Zinssenkung mehr
  • Dollar-Schwäche stützt den Goldkurs

Ein schwächerer Dollar und fallende Ölpreise sorgen zum Wochenauftakt für Auftrieb beim Goldpreis. Die Feinunze notiert aktuell um die 4.560 Dollar — ein deutliches Plus gegenüber dem Freitagsschluss.

Iran-Verhandlungen als Katalysator

Der Auslöser ist die Hoffnung auf ein Ende des seit drei Monaten andauernden Iran-Krieges. Meldungen über konstruktive Verhandlungen zwischen den USA und dem Iran drückten den Ölpreis heute früh um über fünf Prozent auf rund 91 Dollar je Barrel WTI. Das dämpft die Inflationserwartungen — und das kommt Gold zugute.

US-Präsident Trump bremste allerdings allzu große Euphorie: Er habe seine Vertreter angewiesen, beim möglichen Abkommen nichts zu überstürzen. Eine iranische Delegation reist inzwischen nach Doha, um Katar über den Stand der Gespräche zu informieren. Der Ausgang bleibt offen.

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Notenbank-Druck lastet weiter

Hier liegt das strukturelle Problem für Gold-Bullen. Die gestiegenen Benzinpreise durch den Konflikt treiben die US-Inflation an und haben die geldpolitischen Erwartungen verschoben. Laut dem FedWatch-Tool der CME Group gilt die Wahrscheinlichkeit einer Zinssenkung in 2026 inzwischen als null Prozent — Zinserhöhungen werden sogar mit über 55 Prozent eingepreist. Am Freitag wurde Kevin Warsh als neuer Fed-Vorsitzender vereidigt.

Steigende Zinsen sind traditionell ein Gegenwind für Gold, da das Edelmetall keine laufenden Erträge abwirft. Dass der Preis dennoch zulegt, zeigt die Stärke der aktuellen Gegenkräfte: Der Dollar-Index nähert sich der Marke von 99 — ein Niveau, das zuletzt als psychologische Grenze galt.

Technisch hält Gold den 200-Tage-Durchschnitt bei rund 4.380 Dollar komfortabel. Das nächste Signal kommt aus Washington: Die US-Wirtschaftsdaten der kommenden Woche werden zeigen, ob die Inflationsdynamik tatsächlich nachlässt — oder ob der Ölpreisrückgang nur ein vorübergehendes Aufatmen war.

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Felix Baarz

Felix Baarz ist Wirtschaftsjournalist mit mehr als 15 Jahren Erfahrung in der Berichterstattung über internationale Finanzmärkte. Als gebürtiger Kölner begann er seine Laufbahn bei einer deutschen Fachpublikation, bevor er für sechs Jahre nach New York zog.

In New York berichtete er direkt aus dem Zentrum der globalen Finanzwelt über Entwicklungen an der Wall Street und wirtschaftspolitische Entscheidungen von internationaler Tragweite. Diese Zeit prägte seine analytische Herangehensweise an komplexe Wirtschaftsthemen.

Heute arbeitet Baarz als freier Journalist für führende deutschsprachige Wirtschafts- und Finanzmedien. Seine Schwerpunkte liegen auf der fundierten Analyse globaler Finanzmärkte und der verständlichen Aufbereitung wirtschaftspolitischer Zusammenhänge. Neben seiner schriftlichen Arbeit moderiert er Fachdiskussionen und nimmt an Expertenrunden teil.

Sein journalistischer Ansatz kombiniert tiefgreifende Recherche mit präziser Analyse, um Lesern Orientierung in einer sich wandelnden Wirtschaftswelt zu bieten.