Sinkende Energiepreise dämpfen normalerweise die Inflationserwartungen und bremsen klassische Schutzanlagen. Bei Gold zeigt sich aktuell ein völlig anderes Bild. Der Rohstoff trotzt dem Preisverfall am Ölmarkt und baut seine Gewinne aus. Das wirft ein Schlaglicht auf die wahren Treiber im Hintergrund.
Rohöl der Sorte Brent verlor nach der temporären Öffnung der Straße von Hormus deutlich an Wert. Parallel dazu kletterte die Feinunze Gold am Freitag auf einen Schlusskurs von 4.849,40 US-Dollar. Auf Wochensicht verbucht das Edelmetall damit ein Plus von knapp zwei Prozent.
Den entscheidenden Rückenwind liefert der US-Rentenmarkt. Die Verzinsung zehnjähriger US-Staatsanleihen sank spürbar. Fallende Renditen senken die Opportunitätskosten für zinslose Anlagen wie Gold.
Währungseffekte stützen den Kurs
Ein schwächelnder US-Dollar verstärkt diesen Effekt. Der Dollar-Index gab zuletzt nach und macht das primär in US-Währung gehandelte Metall für Käufer aus anderen Währungsräumen günstiger.
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Diese Dynamik spiegelt sich in der Jahresbilanz wider. Seit Anfang Januar hat Gold bereits fast zwölf Prozent zugelegt. Aktuell kämpft der Kurs mit der Marke von 4.907 US-Dollar – dem gleitenden Durchschnitt der vergangenen 50 Tage. Ein Ausbruch darüber könnte weitere Käufer anlocken.
Blick auf die Notenbank
Die Aufmerksamkeit der Investoren richtet sich nun auf die US-Notenbank. Ende April trifft sich der Offenmarktausschuss zur nächsten Zinssitzung. Der Markt reagiert hochsensibel auf jede Nuance in der Kommunikation der Währungshüter, nachdem die Chicago-Fed Leitzinssenkungen womöglich erst für das Jahr 2027 andeutete.
Charttechnisch ist die Lage nach dem jüngsten Anstieg klar definiert. Hält in den kommenden Tagen die neue Unterstützung bei 4.800 US-Dollar, rückt für die Käufer die psychologisch wichtige Schwelle von 5.000 US-Dollar ins Visier.
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