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Gold: Einfluss globaler Entwicklungen

Chinas Notenbank stockt Goldreserven auf, während der Preis bei 4.715 Dollar pendelt. Analysten streiten über die künftige Entwicklung des Edelmetalls.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • China kauft 8,1 Tonnen Gold
  • Goldpreis bei rund 4.715 Dollar
  • Morgan Stanley skeptisch zu Gold
  • Goldman Sachs sieht Aufwärtspotenzial

Chinas Zentralbank greift weiter zu. Im April landeten weitere 8,1 Tonnen Gold in den Tresoren der Notenbank. Während in Peking die strategischen Reserven wachsen, sortiert sich der globale Goldmarkt neu. Berichte über eine mögliche Friedensvereinbarung zwischen den USA und dem Iran haben die geopolitische Risikoprämie zuletzt schrumpfen lassen.

Nach einer Phase erhöhter Volatilität pendelt sich der Preis für eine Feinunze aktuell bei rund 4.715 US-Dollar ein. Seit Jahresbeginn verbucht das Edelmetall damit ein solides Plus von fast neun Prozent. Der Markt sucht nun nach einer neuen Richtung.

Analysten uneins über Krisenstatus

Die jüngste Preisentwicklung sorgt unter Experten für Diskussionen. Analysten von Morgan Stanley äußern sich skeptisch zum klassischen Status von Gold als sicherer Hafen. Ihr Argument: Seit Beginn des Iran-Konflikts hat das Edelmetall an Wert verloren. Dennoch rechnen die Experten im laufenden Jahr mit einem Anstieg auf 5.200 US-Dollar.

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Goldman Sachs bewertet die Lage anders. Die Investmentbank sieht die Risiken für den Goldpreis klar nach oben gerichtet. Als Haupttreiber machen die Analysten anhaltende ETF-Zuflüsse und die ungebrochene Nachfrage der Zentralbanken aus. Die Spekulation am Terminmarkt hat sich derweil merklich abgekühlt.

Makroökonomie übernimmt das Steuer

Mit der nachlassenden geopolitischen Anspannung rückt die Geldpolitik wieder in den Vordergrund. Die Aussicht auf eine Entspannung im Nahen Osten drückte die Ölpreise und schwächte den US-Dollar. Diese Faktoren mildern die Inflationssorgen. Parallel dazu sinken die Opportunitätskosten für das Halten zinsloser Anlagen, was dem Goldpreis zeitweise Stabilität verlieh.

Kurzfristig diktieren hohe Anleiherenditen und eine hartnäckige Inflation das Geschehen. Die US-Notenbank Fed hält sich mit Zinssenkungen zurück. Neue US-Arbeitsmarktdaten in der kommenden Woche liefern den nächsten konkreten Impuls für die Zinsperspektive. Sie dürften die Richtung für den Goldpreis im Mai maßgeblich vorgeben.

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