Geopolitik, Geldpolitik und Makrodaten — Gold kämpft gerade an drei Fronten gleichzeitig. Das Edelmetall notiert bei rund 4.550 Dollar je Unze, nachdem es in der Vorwoche fast zwei Prozent verloren hat. Der Ausblick hängt nun stark davon ab, was der heutige ADP-Bericht über den US-Arbeitsmarkt verrät.
Hormus als Belastungsfaktor
Die Straße von Hormus ist zurück im Fokus. US-Streitkräfte eskortierten zwei US-flaggige Schiffe durch das strategisch wichtige Nadelöhr, während iranische Angriffe abgewehrt wurden. Die Vereinigten Arabischen Emirate meldeten abgefangene Marschflugkörper und führten einen Brand im Hafen von Fujairah auf einen iranischen Drohnenangriff zurück.
Die Eskalation belastet die erst vier Wochen alte Waffenruhe erheblich. US-Verteidigungsminister Pete Hegseth warnte, Präsident Trump könnte bei Bedarf größere Kampfoperationen gegen Iran wieder aufnehmen. Steigende Ölpreise befeuern die Inflationserwartungen — was die Fed in ihrer abwartenden Haltung bestärkt und Gold trotz seiner Rolle als Inflationsschutz unter Druck setzt. In einem Hochzinsumfeld verliert das nicht-verzinsliche Edelmetall gegenüber Anleihen schlicht an Attraktivität.
Fed lässt Zinsen zum dritten Mal unverändert
Das Federal Open Market Committee beließ den Leitzins in seiner jüngsten Sitzung bei 3,5 bis 3,75 Prozent — die dritte Pause in Folge nach drei aufeinanderfolgenden Senkungen im Vorjahr. Der Markt hatte das vollständig eingepreist.
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Eine baldige Wende ist kaum in Sicht. Laut CME Group rechnen knapp 95 Prozent der Marktteilnehmer auch für Juni mit unverändertem Kurs. Nur 5,1 Prozent erwarten eine Senkung auf 3,25 bis 3,50 Prozent. Für Gold bedeutet das: Der Zinsgegenwind bleibt.
Jobdaten entscheiden über die nächste Richtung
Der ADP-Bericht zur privaten Beschäftigung steht heute Mittag an, die Nonfarm Payrolls folgen später in der Woche. Fällt der Aufbau robust aus, erhält die Fed weiteren Spielraum für Zurückhaltung — tendenziell negativ für Gold. Enttäuscht der Bericht, dürfte das die Nachfrage nach sicheren Häfen ankurbeln.
Im Jahresvergleich bleibt das Bild trotz der laufenden Korrektur beeindruckend: 34 Prozent Plus gegenüber dem Vorjahr. Im Januar markierte Gold bei 5.405 Dollar ein historisches Allzeithoch, dem eine deutliche Korrektur folgte. Ob der ADP-Bericht heute die Richtung neu justiert, zeigt sich noch im Tagesverlauf.
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