Startseite » News zu Unternehmen » Analystenstimmen » Gold: Dollar-Druck hält an?
Symbolbild, KI-generiert

Gold: Dollar-Druck hält an?

State Street nennt 5.000 Dollar je Feinunze als mögliches Niveau, während Renditen und US-Dollar den Goldpreis kurzfristig belasten.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • State Street sieht 5.000 Dollar als möglich
  • Renditen und US-Dollar drücken auf Gold
  • DZ Bank verweist auf Sicherheitsnachfrage
  • US-Beschäftigungsbericht erscheint am Freitag

Trotz jüngster Preisschwankungen trauen Marktbeobachter dem Edelmetall mittelfristig neue Rekorde zu. Aakash Doshi von State Street Investment Management stellte am Dienstag ein Preisniveau von bis zu 5.000 US-Dollar je Feinunze in Aussicht. Dieser Zielbereich sei innerhalb der kommenden sechs Monate oder bis zum zweiten Quartal 2027 erreichbar, gestützt auf intakte strukturelle Nachfragetreiber.

Belastungsfaktoren bremsen die Notierung

Kurzfristig sieht sich der Markt jedoch spürbarem Gegenwind ausgesetzt. Als wesentliche Bremsfaktoren nannte Doshi gestiegene nominale und reale Renditen sowie die Stärke der US-Währung. Falkenhafte Fed-Signale belasten den Goldpreis vor gut einer Woche, seither büßte die Notierung 3,0 Prozent ein. Am gestrigen Mittwoch schloss der Spotpreis bei 4.156,91 US-Dollar, was einem Tagesverlust von 0,4 Prozent entsprach.

Damit notiert das Edelmetall derzeit 26 Prozent unter seinem 52-Wochen-Hoch. Laut Reuters war Gold am Montag zeitweise um bis zu 4 Prozent auf 4.111 US-Dollar abgerutscht, nachdem Renditen von US-Anleihen Mehrjahreshochs erreicht hatten. Höhere Zinsen verteuern die Haltung des unverzinsten Edelmetalls und setzen Anleger unter Verkaufsdruck.

Parallel dazu zogen sich spekulative Marktteilnehmer zurück. Nach Angaben der US-Aufsichtsbehörde CFTC reduzierten Vermögensverwalter ihre Netto-Longpositionen bis zum 22. September auf das niedrigste Niveau seit Ende Juli.

DZ Bank setzt auf Nachfrage nach Sicherheit

Optimistischere Töne schlug die DZ BANK an. Die Analysten verwiesen am Dienstag darauf, dass Gold vor dem Hintergrund des Nahost-Konflikts und anhaltender Inflationssorgen als sicherer Hafen gefragt bleiben könne.

Zwar lastet auch aus Sicht des Instituts der feste US-Dollar auf dem Kursverlauf. Aus charttechnischer Perspektive eröffne eine Konsolidierung oberhalb der Schwelle von 4.250 US-Dollar jedoch die Chance, dass sich die übergeordnete Aufwärtsbewegung fortsetzt.

US-Arbeitsmarktbericht rückt in den Fokus

Entscheidende Impulse für die Zins- und Währungserwartungen dürften zum Wochenausklang aus den USA kommen. Das Bureau of Labor Statistics legt am morgigen Freitag um 08:30 Uhr US-Ostküstenzeit den offiziellen Beschäftigungsbericht für September vor.

Die Arbeitsmarktzahlen gelten als maßgeblicher Einflussfaktor für den weiteren geldpolitischen Kurs der Federal Reserve. Überraschungen bei den Daten könnten die Renditen der US-Staatsanleihen unmittelbar bewegen und damit die Richtung für den Goldpreis vorgeben.

Anzeige

Stand heute, 1. Oktober: Gold – Kaufen, halten oder verkaufen?

Wer in Gold investiert ist oder einen Einstieg prüft, sollte die Lage jetzt neu bewerten. Die Gratis-Analyse vom 1. Oktober gibt die klare Antwort – und zeigt, warum Abwarten gerade jetzt riskanter sein kann, als es wirkt.

Gold: Gratis-Analyse (PDF) öffnen …

Diskussion zu Gold

Redaktion Kapitalmarktexperten

Unter „Redaktion Kapitalmarktexperten“ erscheinen Beiträge, die mit Unterstützung von Künstlicher Intelligenz erstellt werden. Themenauswahl, Quellen und die redaktionellen Regeln verantwortet die Redaktion; verantwortlich im Sinne des § 18 Abs. 2 MStV ist Dr. Robert Sasse. Hinweise und Korrekturen: kapitalmarktexperten.de/korrekturen/