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Symbolbild, KI-generiert

Gold: Doha-Gespräche als Rettungsanker?

Günstigeres Öl mildert Inflationssorgen, während Zinserhöhungserwartungen und möglicher Liquiditätsdruck den Goldmarkt weiter belasten.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Gold verlor am Freitag 3,6 Prozent
  • Niedrigere Ölpreise stützten die Erholung
  • Drei Fed-Vertreter befürworteten weitere Zinsschritte
  • Indiens saisonale Goldnachfrage zog an

Für Gold stand am Freitag im Sog des Ausverkaufs bei Technologieaktien eine Tagesveränderung von -3,6% zu Buche. Heute meldet Reuters eine Erholung: Sinkende Ölpreise dämpfen die Inflationssorgen. Damit erhält das Edelmetall Entlastung von einem wichtigen Belastungsfaktor. Die Zinsdebatte bleibt allerdings ein Gegengewicht, nachdem mehrere Vertreter der US-Notenbank weitere Zinserhöhungen befürwortet hatten.

Liquiditätsdruck traf auch Gold

Der Rückschlag am Freitag hing Reuters zufolge mit den breiten Marktliquidationen zusammen. Die Analysten der Commerzbank nannten am Freitag erzwungene Verkäufe und Nachschussforderungen als mögliche Verstärker. Verluste bei Technologieaktien könnten Anleger dazu gebracht haben, auch sichere Anlagen wie Gold zu verkaufen, um Liquidität bereitzustellen.

Diese Erklärung ist für die Einordnung entscheidend: Der Verkaufsdruck wäre damit zumindest teilweise aus dem Finanzierungsbedarf anderer Positionen entstanden. Er wäre nicht ausschließlich Ausdruck einer veränderten Einschätzung des Goldmarktes. Reuters beschrieb den Zusammenhang als möglichen Mechanismus, nicht als abschließend belegte Ursache sämtlicher Verkäufe.

Die heutige Erholung folgt somit auf einen Ausverkauf, bei dem neben Inflations- und Zinssorgen auch Liquiditätszwänge eine Rolle gespielt haben könnten.

Niedrigerer Ölpreis bringt Entlastung

Reuters zufolge gaben Gespräche iranischer Unterhändler in Doha den Anlass für sinkende Ölpreise. Damit ließ der Inflationsdruck in der Wahrnehmung der Marktteilnehmer nach. Gold profitierte heute von dieser Entwicklung, während Anleger zugleich die Aussagen der US-Notenbank zur weiteren Zinsentwicklung bewerteten.

Am Freitag hatten sich laut Reuters drei Fed-Vertreter für weitere Zinserhöhungen zur Inflationsbekämpfung ausgesprochen. Händler preisten dem Bericht zufolge eine Wahrscheinlichkeit von rund 73 % für einen Zinsschritt nach oben im Dezember ein.

Für das unverzinsliche Gold bleibt diese Erwartung eine Belastung. Die Entspannung beim Ölpreis und die restriktiven Signale aus der Notenbank wirken damit in unterschiedliche Richtungen. Die Erholung bedeutet deshalb noch keine Auflösung des geldpolitischen Gegenwinds.

Nachfrage und Positionierung im Blick

Abseits der kurzfristigen Liquidationen gibt es Unterstützung aus dem physischen Markt. Der World Gold Council berichtete am 20. Oktober von anziehender saisonaler Nachfrage in Indien vor der Fest- und Hochzeitssaison. Niedrigere Goldpreise förderten die Bestellungen und die Auffüllung der Händlerlager.

Zugleich verwies der Verband auf ein ausreichendes inländisches Angebot durch Altgold und inoffizielle Zuflüsse. Die stärkere Nachfrage ist deshalb nicht mit einer gemeldeten Angebotsknappheit gleichzusetzen.

Einen weiteren Einblick in die Marktpositionierung soll der nächste Commitments-of-Traders-Bericht liefern. Die CFTC hat seine Veröffentlichung für den 6. November um 15:30 Uhr US-Ostküstenzeit angesetzt. Für die Einordnung der Erholung bleiben damit zwei Fragen zentral: Wie stark lässt der Liquidationsdruck nach, und wie viel Entlastung bringt der Ölpreis gegenüber den weiterhin belastenden Zinserwartungen?

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Diskussion zu Gold

Andreas Sommer

Mit über 40 Jahren Erfahrung im Bankwesen und Börsenjournalismus gehöre ich zu den etablierten Analysten im deutschsprachigen Raum. Nach mehr als zehn Jahren als Wertpapierberater bei der Deutschen Bank spezialisierte ich mich seit dem Börsencrash 1987 auf technische Analyse und charttechnische Methoden.

Als ehemaliger Chefredakteur mehrerer Börsenpublikationen entwickelte ich den "Aktienführer Neuer Markt" mit und führe heute einen Börsendienst, der sich auf wachstumsstarke Unternehmen fokussiert. Mein wöchentliches Markt-Barometer analysiert systematisch DAX, Dow Jones, Ölpreis, Währungen und Marktstimmung, um präzise Orientierung zu bieten.

Die Ergebnisse sprechen für sich: Leser meines Börsendienstes erzielten über zwei Jahrzehnte einen durchschnittlichen Depotzuwachs von +576%. Meine rechtzeitigen Warnungen vor dem Crash 2008 halfen vielen Anlegern, Verluste zu minimieren.

Heute teile ich meine Expertise durch den Newsletter "Chartanalyse-Trends", den Börsendienst "Momentum Trader", Vorträge auf Messen wie der Invest Stuttgart sowie YouTube-Videos. Mein "Timing is Money"-Ansatz identifiziert optimale Ein- und Ausstiegszeitpunkte für Aktien, Gold, Kryptowährungen und weitere Anlageklassen.

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