Rekordjagd trifft auf Zinsrealität. Während Gold auf Jahressicht massive Gewinne verbucht, zwingt der aktuelle Inflationsdruck das Edelmetall in eine scharfe Korrektur. Ausgerechnet in dieser sensiblen Marktphase bereitet sich die US-Notenbank auf einen historischen Wechsel an ihrer Spitze vor.
Am Mittwoch endet das zweitägige Treffen der Federal Reserve. Marktakteure gehen praktisch sicher von einer unveränderten Zinspolitik aus. Der Grund dafür liegt in den jüngsten Verbraucherpreisen, die im März auf 3,3 Prozent anzogen. Steigende Energiekosten infolge des geopolitischen Konflikts zwischen den USA und dem Iran heizen die Teuerung weiter an.
Für Fed-Chef Jerome Powell dürfte es der letzte Zinsentscheid seiner Amtszeit sein. Bereits im Januar nominierte Präsident Trump Kevin Warsh als Nachfolger. Investoren werden Powells abschließende Pressekonferenz daher besonders genau auf Zwischentöne zur künftigen geldpolitischen Ausrichtung abklopfen.
Zentralbanken stützen den Markt
Jenseits der kurzfristigen Zinsdynamik federn die globalen Notenbanken den Preisverfall ab. Im Februar kauften sie netto 27 Tonnen des Edelmetalls. Für das Gesamtjahr 2026 rechnen Experten mit einem Volumen von rund 755 Tonnen. Das liegt zwar unter den Rekordwerten der Vorjahre, übersteigt das historische Durchschnittsniveau vor der aktuellen Krisenära aber deutlich.
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Dabei zeigen sich unterschiedliche Strategien. China und die Tschechische Republik setzen ihre monatelangen Kaufserien unbeirrt fort. Auch Polen und Usbekistan stocken ihre Reserven auf. Im Gegensatz dazu treten Russland und die Türkei als Verkäufer auf, um internen wirtschaftlichen Druck zu bewältigen.
Korrektur nach Allzeithoch
Die Aussicht auf längerfristig hohe Zinsen bremst das zinslose Edelmetall aktuell massiv aus. Nach dem historischen Allzeithoch bei knapp 5.600 US-Dollar befindet sich Gold in einer ausgeprägten Konsolidierung. Allein in der vergangenen Handelswoche gab der Kurs um rund 2,5 Prozent nach.
Dennoch bleibt der übergeordnete Aufwärtstrend intakt. Auf Jahressicht steht weiterhin ein Plus von über 40 Prozent zu Buche. Analysten von Goldman Sachs werten die anhaltende Zentralbanknachfrage als robustes Fundament und halten an ihrem Jahreszielkurs von 5.400 Dollar je Unze fest.
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