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Symbolbild, KI-generiert

Gold: Deutsche Bank sieht 8.000 Dollar bis 2031

Die Deutsche Bank sieht den Goldpreis bis 2031 bei 8.000 Dollar. Zentralbankkäufe und starke Privatnachfrage stützen diese optimistische Prognose.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Goldkursziel von 8.000 Dollar bis 2031
  • Zentralbanken kaufen weiter massiv Gold
  • Privatanleger-Nachfrage steigt um 42 Prozent
  • Fed-Entscheidungen als kurzfristiger Kurstreiber

Die Deutsche Bank traut Gold bis 2031 eine annähernde Verdopplung zu. Das Kursziel von 8.000 US-Dollar je Feinunze klingt gewagt — doch die Analysten stützen es auf eine konkrete strukturelle These.

Zentralbanken als Fundament

Der Kern des Arguments: Notenbanken kaufen Gold in einem Tempo, das sich kaum abschwächt. Im ersten Quartal 2026 stockten Zentralbanken weltweit ihre Reserven netto um 244 Tonnen auf — drei Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Treiber sind vor allem Schwellenländer: China, Polen, Indien und die Türkei bauen ihre Goldbestände systematisch aus.

Hinter diesen Käufen steckt eine politische Logik. Viele Staaten wollen ihre Abhängigkeit vom US-Dollar verringern und setzen auf Gold als politisch neutrale Reserve. Sollte der Goldanteil an den Reserven dieser Länder auf rund 40 Prozent steigen, wäre das 8.000-Dollar-Ziel laut dem Modell der Deutschen Bank rechnerisch erreichbar.

Privatnachfrage zieht mit

Auch Privatanleger kaufen. Die Nachfrage nach Barren und Münzen stieg im Jahresvergleich um 42 Prozent auf 474 Tonnen. In Deutschland meldete die Reisebank zuletzt einen regelrechten Goldboom — wobei Marktbeobachter sowohl massive Zukäufe als auch Gewinnmitnahmen auf dem aktuellen Niveau verzeichneten.

Kurzfristig bremst ein festerer US-Dollar die Dynamik. Gold notiert aktuell bei rund 4.530 Dollar — rund 17 Prozent unter dem 52-Wochen-Hoch von 5.450 Dollar, das im Januar 2026 erreicht wurde. Der RSI liegt mit knapp 50 Punkten im neutralen Bereich, was eine abwartende Marktstimmung widerspiegelt.

Zwei Termine im Juni entscheiden

Charttechnisch gilt die Zone um 4.500 Dollar als kritische Unterstützung. Hält diese, öffnet sich wieder der Weg in Richtung der psychologisch wichtigen 5.000-Dollar-Marke. Bricht sie dauerhaft, droht weiterer Verkaufsdruck.

Richtungsweisend werden die US-Inflationsdaten am 10. Juni und die Fed-Entscheidung am 17. Juni. Beides beeinflusst direkt die Opportunitätskosten der zinslosen Goldanlage — und damit, ob die aktuelle Konsolidierung nur eine Pause ist oder etwas mehr.

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