Gold hält sich nahe seinem höchsten Stand seit zwei Monaten. Am Mittwoch schloss die Feinunze bei 4.443,70 US-Dollar, nur leicht unter dem jüngsten Zwischenhoch. Im Zentrum der Aufmerksamkeit steht heute die Veröffentlichung der US-Inflationsdaten für Juli — sie könnten die Zinserwartungen der Fed neu justieren.
Der Goldpreis hat in den vergangenen 30 Tagen fast 11 Prozent zugelegt. Auf Jahressicht steht ein Plus von knapp 33 Prozent. Der RSI von 68 signalisiert eine überkaufte Marktlage, was kurzfristige Rücksetzer wahrscheinlicher macht.
Der Verbraucherpreisindex wird zum Prüfstein
Investoren warten auf den US-Verbraucherpreisindex für Juli, der am 12. August erscheint. Er gilt als besonders richtungsweisend. Ein vorheriger Rückgang der Teuerung könnte sich als kurzlebig erweisen.
Der Grund liegt im Energiesektor. Öl- und Benzinpreise sind zuletzt wieder gestiegen. Ökonomen warnten bereits vor der Veröffentlichung, dass die zugrunde liegende Entlastung bei den Preisen fragil sein könnte.
Nach dem CPI-Bericht folgen weitere Daten. Diese Woche stehen noch der Erzeugerpreisindex für Juli, wöchentliche Arbeitslosenanträge und die vorläufigen Inflationserwartungen der University of Michigan für August an. Die Volatilität dürfte entsprechend hoch bleiben.
Schwacher Arbeitsmarkt bremst Zinserhöhungs-Wetten
Ein enttäuschender Beschäftigungsbericht hatte Gold zuletzt schon Rückenwind gegeben. Die Beschäftigungszahlen außerhalb der Landwirtschaft gingen im Juli unerwartet zurück. Gleichzeitig verlangsamte sich das Lohnwachstum.
Eine niedrigere Arbeitslosenquote deutet dabei auf ein anderes Problem hin: Die Erwerbsbevölkerung schrumpft stark. Die Kombination aus schwächerem Arbeitsmarkt und moderater Lohnentwicklung ließ viele Analysten ihre Erwartungen einer Zinserhöhung im September zurücknehmen. Zinsfutures spiegeln inzwischen eher eine Zinspause wider als eine Anhebung.
Niedrigere Zinserwartungen stützen Gold direkt. Das Edelmetall wirft keine Zinsen ab — sinkt das Zinsniveau am Markt, sinken auch die Opportunitätskosten fürs Halten von Gold.
Nahost-Entspannung und chinesische Käufe
Neben der Geldpolitik bleibt die geopolitische Lage ein Faktor. Unsicherheit über ein mögliches US-Iran-Abkommen zur Beendigung des Konflikts und zur Wiedereröffnung der Straße von Hormus besteht weiterhin. Zuletzt mehrten sich allerdings Signale einer Entspannung.
Geringere US-Angriffe gegen den Iran passen zur amerikanischen Rhetorik einer möglichen Einigung. Das hielt die Energiekosten unterhalb ihrer jüngsten Höchststände — ein Effekt, der die Inflationsdynamik zumindest bremst.
Auf der Nachfrageseite bleibt Asien wichtig. Chinesische institutionelle Investoren erhöhten weiter ihre Goldbestände als Absicherung gegen Volatilität in anderen Märkten. Goldgedeckte ETFs in China verzeichneten dabei ihre längste Zuflussserie seit Monaten.
Die Marke von 4.400 US-Dollar bleibt damit die Referenzlinie für die kommenden Handelstage. Fällt der CPI-Wert für Juli höher aus als erwartet, dürfte der Goldpreis unter Druck kommen — bleibt er im Rahmen, sprechen schwacher Arbeitsmarkt und geopolitische Unsicherheit weiter für das Edelmetall.
Gold: Kaufen oder verkaufen?! Neue Gold-Analyse vom 12. August liefert die Antwort:
Die neusten Gold-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Gold-Investoren. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 12. August erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
Gold: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...
