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Gold: Chinas Notenbank kauft zehn Tonnen

Chinas Notenbank stockt Goldreserven auf, während geopolitische Risiken schwinden und Zinsängste den Preis belasten.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Chinas Zentralbank kauft zehn Tonnen Gold
  • Geopolitische Risikoprämie schmilzt dahin
  • US-Arbeitsmarkt stärkt Zinserhöhungserwartungen
  • Goldpreis fällt auf 4.359 US-Dollar

Starke physische Nachfrage trifft auf schwindende geopolitische Risiken. Bei Gold klaffen fundamentale Käufe und spekulativer Abverkauf derzeit weit auseinander. Auf Monatssicht verlor das Edelmetall gut acht Prozent. Am Montag schloss der Kurs bei 4.359,50 US-Dollar. Vom Rekordhoch ist der Preis damit mehr als ein Fünftel entfernt.

Zentralbanken stützen den Kurs

Die People’s Bank of China nutzt die tieferen Notierungen. Sie stockte ihre Reserven im Mai um rund zehn Tonnen auf. Damit verzeichnet die Notenbank den neunzehnten Monat in Folge Nettokäufe. Chinas gesamte Goldbestände wachsen auf 2.332 Tonnen. Das entspricht knapp einem Zehntel der nationalen Devisenreserven. Diese kontinuierlichen Käufe sichern den Preis fundamental ab. Spekulatives Kapital zog sich zuletzt hingegen zurück.

Friedenshoffnung kostet Risikoprämie

Der Preisrückgang der vergangenen Tage hat einen klaren Grund. Die Lage im Nahen Osten beruhigt sich spürbar. Iran stellte seine Militäroperationen gegen Israel vorerst ein. Parallel dazu meldet die US-Regierung Fortschritte bei den Verhandlungen über einen Waffenstillstand. Für den Libanon und Israel kündigten Diplomaten eine zehntägige Feuerpause ab Donnerstag an. Die geopolitische Risikoprämie schmilzt. Die Folge: Der Goldpreis gibt nach. Zuvor hatte genau diese Prämie den Kurs monatelang gestützt.

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Zinsangst bremst Erholung

Ein robuster US-Arbeitsmarkt liefert zusätzlichen Gegenwind. Im Mai entstanden 172.000 neue Stellen in den USA. Das übertrifft die Erwartungen deutlich. Die Märkte preisen nun eine Wahrscheinlichkeit von 43 Prozent für eine Zinserhöhung bis Jahresende ein. Vor einem Monat lag dieser Wert noch wesentlich tiefer.

Ein starker US-Dollar erschwert die Lage zusätzlich. Der Dollar-Index notiert bei fast 100 Punkten. Steigende Renditen für zehnjährige US-Staatsanleihen machen das zinslose Edelmetall unattraktiver.

Aus technischer Sicht kämpft der Kurs mit dem Abwärtstrend. Ein markanter Widerstand wartet beim 200-Tage-Durchschnitt von 4.436 US-Dollar. Fällt der Preis weiter, bietet die Zone um 4.100 US-Dollar eine charttechnische Unterstützung. Neue Impulse liefert der Mittwoch. Dann veröffentlichen die USA frische Verbraucherpreisdaten. Diese Zahlen bestimmen den weiteren Inflationspfad und geben die kurzfristige Richtung für Gold vor.

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