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Gold: China kauft acht Tonnen im April

Starker Dollar und Zinserwartungen bremsen Gold, während Notenbanken weiter kaufen. Die kommende Woche bringt wichtige US-Konjunkturdaten.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Gold fällt auf Wochensicht
  • Fed-Zinserhöhung rückt näher
  • Chinesische Zentralbank stockt Reserven auf
  • Charttechnische Unterstützung bei 4.480 Dollar

Der Goldpreis tritt auf der Stelle — aber nicht ohne Grund. Ein starker US-Dollar, hartnäckige Inflationserwartungen und die Aussicht auf eine weiterhin straffe Fed-Politik drücken auf den Kurs, während Zentralbanken weltweit weiter kaufen. Das Ergebnis: ein Markt im Gleichgewicht der Kräfte.

Zum Wochenschluss am Freitag notierte Gold bei 4.521 US-Dollar je Feinunze, ein Minus von 0,76 Prozent auf Wochensicht. Seit Jahresbeginn steht noch ein Plus von rund vier Prozent zu Buche — der Kurs liegt allerdings rund 17 Prozent unter dem Januarhoch von 5.450 Dollar.

Inflation und Fed als Bremsklotz

Die Universität Michigan meldete einjährige Inflationserwartungen von 4,5 Prozent. Mit Brent-Öl über 100 Dollar verstärkt sich die Markterwartung, dass die Fed die Zinsen länger hochhält. Rund 40 Prozent der Marktteilnehmer preisen bereits eine weitere Zinserhöhung im Dezember ein. Für Gold als zinsloses Anlagegut ist das ein strukturelles Problem: Steigt der Realzins, sinkt die relative Attraktivität des Edelmetalls.

Die geopolitische Lage im Nahen Osten liefert zwar weiterhin Rückenwind. Berichte über Entspannungssignale zwischen den USA und dem Iran haben kurzfristig einige Aufwärtskatalysatoren gedämpft — die Situation rund um die Straße von Hormus bleibt jedoch fragil genug, um Gold als Absicherung im Depot zu halten.

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Zentralbanken kaufen weiter

Das stärkste Gegengewicht zum Zinsdruck kommt von den Notenbanken. Die People’s Bank of China erhöhte ihre Goldreserven allein im April um weitere acht Tonnen auf insgesamt 2.322 Tonnen. Chinesische Gold-ETFs verzeichnen anhaltende Zuflüsse. Hinter dem Kaufinteresse steckt Kalkül: Zentralbanken diversifizieren weg vom Dollar — angetrieben von Inflationsrisiken, Währungsvolatilität und den anhaltenden Spannungen zwischen Washington und Peking.

Kritische Marken in der kommenden Woche

Charttechnisch liegt die entscheidende Zone zwischen 4.480 und 4.500 Dollar. Ein nachhaltiger Bruch darunter würde Abwärtsziele bei 4.360 und 4.300 Dollar ins Spiel bringen. Nach oben warten Widerstände bei 4.516 und 4.564 Dollar.

Makroökonomisch wird die Woche durch zwei wichtige Datenpunkte geprägt: die zweite BIP-Schätzung für das erste Quartal und die Core-PCE-Inflation für April. Beide Zahlen könnten die Fed-Erwartungen neu kalibrieren — und damit den nächsten Impuls für Gold setzen.

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Diskussion zu Gold

Andreas Sommer

Mit über 40 Jahren Erfahrung im Bankwesen und Börsenjournalismus gehöre ich zu den etablierten Analysten im deutschsprachigen Raum. Nach mehr als zehn Jahren als Wertpapierberater bei der Deutschen Bank spezialisierte ich mich seit dem Börsencrash 1987 auf technische Analyse und charttechnische Methoden.

Als ehemaliger Chefredakteur mehrerer Börsenpublikationen entwickelte ich den "Aktienführer Neuer Markt" mit und führe heute einen Börsendienst, der sich auf wachstumsstarke Unternehmen fokussiert. Mein wöchentliches Markt-Barometer analysiert systematisch DAX, Dow Jones, Ölpreis, Währungen und Marktstimmung, um präzise Orientierung zu bieten.

Die Ergebnisse sprechen für sich: Leser meines Börsendienstes erzielten über zwei Jahrzehnte einen durchschnittlichen Depotzuwachs von +576%. Meine rechtzeitigen Warnungen vor dem Crash 2008 halfen vielen Anlegern, Verluste zu minimieren.

Heute teile ich meine Expertise durch den Newsletter "Chartanalyse-Trends", den Börsendienst "Momentum Trader", Vorträge auf Messen wie der Invest Stuttgart sowie YouTube-Videos. Mein "Timing is Money"-Ansatz identifiziert optimale Ein- und Ausstiegszeitpunkte für Aktien, Gold, Kryptowährungen und weitere Anlageklassen.