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Symbolbild, KI-generiert

Gold: Barrick-Minen ab 28. September lahmgelegt

Angekündigte Arbeitsniederlegungen in Mali treffen auf robuste ETF-Nachfrage und begrenztes Minenangebot, während Gold bei 4.382,82 US-Dollar notiert.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Streiks bei Barrick-Minen ab 28. September
  • Goldpreis steigt am Freitag um 0,9 Prozent
  • Gold-ETFs verzeichnen 18 Milliarden Dollar Zuflüsse
  • Minenunglück im Sudan fordert mindestens 60 Todesopfer

Streikankündigungen in wichtigen westafrikanischen Abbaustätten sorgen für Unruhe auf der Angebotsseite des Goldmarktes. Gewerkschaften haben Arbeitskämpfe für die von Barrick Mining betriebenen Minen Loulo und Gounkoto in Mali angekündigt.

Laut Reuters drohen ab dem 28. September vier- sowie fünftägige Arbeitsniederlegungen der Beschäftigten bei den Betreiberfirmen. Zusätzlich ist ein 72-stündiger Streik bei Malis Bergbaubehörde und weiteren beteiligten Verwaltungsstellen geplant.

Die Ankündigung potenzieller Produktionsausfälle trifft auf ein Umfeld, in dem Marktteilnehmer die jüngsten geldpolitischen Signale verarbeiten. Zwar geriet das Edelmetall nach dem Zinsentscheid der US-Notenbank am vergangenen Mittwoch zwischenzeitlich unter Druck, doch die Sorgen vor Angebotsverknappungen stützen das Sentiment. Der Spotpreis für Gold beendete den Handel am Freitag bei 4.382,82 US-Dollar je Feinunze, was einem Tagesplus von 0,9 Prozent entspricht.

Regulatorischer Druck und Risiken im Bergbau

Die Lage im westafrikanischen Goldbergbau ist seit Längerem von strukturellen Spannungen geprägt. Neben den drohenden Streiks in Mali richtet sich der Blick der Branche auch auf Ghana. Dort arbeitet die zuständige Bergbaubehörde an Mindestlohnsätzen sowie neuen Richtwerten für Ausschreibungen von Bergbau-Dienstleistern.

Ziel dieser Regulierungen ist es, aggressives Unterbieten im Sektor einzudämmen, nachdem Bergwerke seit vergangenem Jahr verpflichtet sind, Arbeiten an der Oberfläche vorrangig an heimische Auftragnehmer zu vergeben.

Zugleich verdeutlichen schwere Unfälle die anhaltenden Risiken der Förderung in afrikanischen Abbauregionen. Im sudanesischen West Kordofan forderte der Einsturz einer Goldmine mindestens 60 Menschenleben, wobei örtliche Quellen vor weiteren Vermissten unter Tage warnten. Solche operativen und sicherheitspolitischen Rückschläge begrenzen das weltweite Neuangebot spürbar.

Robuste Nachfrage federt Zinsdruck ab

Auf der Nachfrageseite zeigt sich der Markt trotz geldpolitischer Bremsmanöver widerstandsfähig. Der World Gold Council meldete für den Monat August globale Nettozuflüsse in physisch besicherte Gold-ETFs in Höhe von 18 Milliarden US-Dollar. Dies war der zweitgrößte monatliche Zufluss in der Historie der Datenreihe.

Im gesamten bisherigen Jahresverlauf legten die Bestände dieser Fonds um 160 Tonnen zu, angetrieben vor allem durch Käufer aus Nordamerika und Europa.

Damit behauptet sich das Edelmetall in einem anspruchsvollen makroökonomischen Umfeld. Seit dem Jahresanfang verzeichnet die Notierung ein leichtes Plus von 1,5 Prozent, gestützt vom Zusammenspiel aus soliden ETF-Käufen und geopolitischen sowie betrieblichen Versorgungsrisiken.

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