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Gold: 97 Prozent Wahrscheinlichkeit für Zins-Pause

Starker Dollar und hohe Zinsen drücken den Goldpreis trotz geopolitischer Krisen. Die Fed signalisiert weiterhin keine Zinssenkungen.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Gold fällt auf 4.520 Dollar
  • Dollar nahe Sechs-Wochen-Hoch
  • Fed hält Zinsspanne stabil
  • Gold-ETFs verzeichnen Zuflüsse

Geopolitische Krisen treiben Anleger normalerweise in Gold. Aktuell passiert das Gegenteil. Ein starker US-Dollar und zähe Inflationssorgen drücken das Edelmetall ins Minus. Spotgold verlor am Freitagmorgen ein halbes Prozent. Der Preis rutschte auf rund 4.520 US-Dollar je Feinunze.

Der Devisenmarkt liefert den ersten Dämpfer. Der Dollar notiert nahe einem Sechs-Wochen-Hoch. Das macht Gold für Käufer außerhalb des Dollarraums teurer. Parallel dazu treiben höhere Energiepreise die Marktdynamik an. Investoren zweifeln an einem schnellen Durchbruch bei den Gesprächen zwischen den USA und Iran. Die Folge: Öl verteuert sich. Das heizt wiederum die Inflationsrisiken an.

Zinsen bleiben hoch

Diese Gemengelage rückt die US-Notenbank in den Fokus. Die Währungshüter signalisierten zuletzt eine harte Linie. Die Terminmärkte preisen das ein. Laut CME-FedWatch-Daten liegt die Wahrscheinlichkeit für unveränderte Zinsen bei der nächsten Sitzung bei über 97 Prozent.

Die Spanne bleibt demnach bei 3,50 bis 3,75 Prozent. Zinssenkungen sind vorerst vom Tisch. Das erhöht die Opportunitätskosten für das unverzinste Edelmetall massiv.

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ETFs stützen den Markt

Auf der Nachfrageseite stemmen sich institutionelle Käufer gegen den Trend. Globale Gold-ETFs verzeichneten im April Zuflüsse von 6,6 Milliarden US-Dollar. Die physischen Bestände wuchsen um 45 Tonnen. Besonders Europa trieb diese Entwicklung mit Investitionen von 3,7 Milliarden US-Dollar an. Auch nordamerikanische Anleger kehrten als Käufer zurück.

Indes kühlte sich die allgemeine Handelsaktivität ab. Das globale Tagesvolumen sank im April auf 398 Milliarden US-Dollar. Dieser Wert liegt allerdings immer noch über dem Durchschnitt des Vorjahres.

Die aktuellen Zahlen belegen eine klare Marktlogik. Gold reagiert derzeit kaum auf geopolitische Spannungen. Stattdessen diktiert die Kette aus Ölpreis, Inflationserwartung und US-Zinsen den Kurs. Solange der Dollar stark bleibt und die Fed an ihrem Zinsniveau festhält, dominieren die hohen Opportunitätskosten. Ein sinkendes Zinsniveau bleibt die harte Grundvoraussetzung für die nächste nachhaltige Aufwärtsbewegung.

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Diskussion zu Gold

Andreas Sommer

Mit über 40 Jahren Erfahrung im Bankwesen und Börsenjournalismus gehöre ich zu den etablierten Analysten im deutschsprachigen Raum. Nach mehr als zehn Jahren als Wertpapierberater bei der Deutschen Bank spezialisierte ich mich seit dem Börsencrash 1987 auf technische Analyse und charttechnische Methoden.

Als ehemaliger Chefredakteur mehrerer Börsenpublikationen entwickelte ich den "Aktienführer Neuer Markt" mit und führe heute einen Börsendienst, der sich auf wachstumsstarke Unternehmen fokussiert. Mein wöchentliches Markt-Barometer analysiert systematisch DAX, Dow Jones, Ölpreis, Währungen und Marktstimmung, um präzise Orientierung zu bieten.

Die Ergebnisse sprechen für sich: Leser meines Börsendienstes erzielten über zwei Jahrzehnte einen durchschnittlichen Depotzuwachs von +576%. Meine rechtzeitigen Warnungen vor dem Crash 2008 halfen vielen Anlegern, Verluste zu minimieren.

Heute teile ich meine Expertise durch den Newsletter "Chartanalyse-Trends", den Börsendienst "Momentum Trader", Vorträge auf Messen wie der Invest Stuttgart sowie YouTube-Videos. Mein "Timing is Money"-Ansatz identifiziert optimale Ein- und Ausstiegszeitpunkte für Aktien, Gold, Kryptowährungen und weitere Anlageklassen.