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Symbolbild, KI-generiert

Gold: 8.900 Dollar als Fernziel

Der Goldpreis fällt trotz Inflations- und geopolitischer Risiken. Kurzfristig belastet die erwartete Fed-Zinserhöhung, langfristig bleibt das Potenzial hoch.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Drittes Wochenminus für den Goldpreis
  • Fed-Zinserhöhung mit 87 Prozent eingepreist
  • Starker Dollar belastet das Edelmetall
  • Inflationsszenario sieht 8.900 Dollar

Der Goldpreis startet mit drittem Wochenminus in Folge in die neue Handelswoche – eigentlich ein Widerspruch zum Umfeld. Hartnäckige Inflation, steigende Ölpreise durch den Konflikt zwischen den USA und Iran, dazu geopolitische Risiken: All das gilt normalerweise als Steilvorlage für das Edelmetall. Stattdessen drückt ein fester US-Dollar die Notierungen unter 4.330 Dollar je Feinunze.

Fed-Sitzung als Belastungsfaktor

Der Grund liegt in den Zinserwartungen. Die August-Inflationsdaten fielen stärker aus als erwartet, die Kernrate legte so kräftig zu wie seit vier Monaten nicht mehr.

Entsprechend rechnen Händler laut CME FedWatch Tool inzwischen mit einer Wahrscheinlichkeit von rund 87 Prozent für eine Zinserhöhung auf der bevorstehenden Fed-Sitzung – vor den Inflationszahlen lag dieser Wert noch bei etwa 67 Prozent. Auch von der Bank of Japan wird zum Wochenschluss ein restriktiverer Kurs erwartet.

Steigende Treasury-Renditen und ein stärkerer Dollar sind die logische Folge – und genau das setzt Gold unter Druck, obwohl das Metall zinslos ist und in unsicheren Zeiten eigentlich als Absicherung gefragt wäre. Technisch zeigt sich das Bild entsprechend angeschlagen: Der RSI notiert unter der neutralen Zone, der MACD im negativen Bereich.

Der Blick über die Fed-Woche hinaus

Während die kurzfristige Charttechnik nach unten zeigt, bleiben langfristig orientierte Marktbeobachter deutlich optimistischer. Goldexperte Ronald Peter Stöferle von Incrementum hält den aktuellen Kurs für alles andere als überzogen. Er verweist darauf, dass über 70 Prozent der Pensionskassen und Versicherungen aktuell weniger als zwei Prozent Gold halten – aus seiner Sicht wäre eine Quote zwischen 14 und 18 Prozent angemessener.

Sein sogenanntes „Dekadenziel“ für ein konservatives Szenario von 4.800 Dollar sieht er bereits übertroffen, im inflationären Szenario nennt er eine Marke von 8.900 Dollar. Untermauert wird das mit dem Konzept des „Schattengoldpreises“ – jenem Niveau, bei dem die US-Geldbasis wieder durch Gold gedeckt wäre. Aktuell liegt dieser Deckungsgrad bei nur 22,4 Prozent.

Kurzfristig bleibt die Fed-Sitzung diese Woche der entscheidende Taktgeber für den Goldpreis. Bestätigt sich die eingepreiste Zinserhöhung, dürfte der Dollar zunächst weiter Rückenwind erhalten – die langfristige Debatte um strukturell höhere Goldpreise verläuft davon unabhängig auf einer ganz anderen Zeitachse.

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Diskussion zu Gold

Andreas Sommer

Mit über 40 Jahren Erfahrung im Bankwesen und Börsenjournalismus gehöre ich zu den etablierten Analysten im deutschsprachigen Raum. Nach mehr als zehn Jahren als Wertpapierberater bei der Deutschen Bank spezialisierte ich mich seit dem Börsencrash 1987 auf technische Analyse und charttechnische Methoden.

Als ehemaliger Chefredakteur mehrerer Börsenpublikationen entwickelte ich den "Aktienführer Neuer Markt" mit und führe heute einen Börsendienst, der sich auf wachstumsstarke Unternehmen fokussiert. Mein wöchentliches Markt-Barometer analysiert systematisch DAX, Dow Jones, Ölpreis, Währungen und Marktstimmung, um präzise Orientierung zu bieten.

Die Ergebnisse sprechen für sich: Leser meines Börsendienstes erzielten über zwei Jahrzehnte einen durchschnittlichen Depotzuwachs von +576%. Meine rechtzeitigen Warnungen vor dem Crash 2008 halfen vielen Anlegern, Verluste zu minimieren.

Heute teile ich meine Expertise durch den Newsletter "Chartanalyse-Trends", den Börsendienst "Momentum Trader", Vorträge auf Messen wie der Invest Stuttgart sowie YouTube-Videos. Mein "Timing is Money"-Ansatz identifiziert optimale Ein- und Ausstiegszeitpunkte für Aktien, Gold, Kryptowährungen und weitere Anlageklassen.