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Symbolbild, KI-generiert

Gold: 4,54 bis 4,60 Prozent Anleiherenditen belasten

Gold verzeichnet Wochenverlust von 3,49 Prozent. Starke US-Konjunkturdaten und steigende Ölpreise setzen dem Edelmetall zu.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Wöchentlicher Kursrückgang von 3,49 Prozent
  • US-Arbeitsmarkt bremst Zinssenkungshoffnungen
  • Ölpreisschock durch Blockade der Straße von Hormuz
  • Mehrheit der Experten erwartet weitere Verluste

Robuste US-Wirtschaftsdaten, steigende Anleiherenditen, ein Ölpreisschock — Gold hatte in der vergangenen Woche gleich mehrere Gegenwindfaktoren zu verdauen. Das Ergebnis: ein Wochenverlust von 3,49 Prozent auf 4.555,80 US-Dollar.

Starker Arbeitsmarkt bremst Zinshoffnungen

115.000 neu geschaffene Stellen und ein Anstieg der Einzelhandelsumsätze um 0,5 Prozent — die US-Wirtschaft zeigt sich widerstandsfähiger als erwartet. Das dämpft die Hoffnung auf baldige Zinssenkungen durch die Federal Reserve spürbar.

Die Folge: Der US-Dollar legte zu, und die Rendite zehnjähriger Staatsanleihen stieg auf 4,54 bis 4,60 Prozent. Gold wirft keine Zinsen ab. In einem solchen Umfeld verliert das Edelmetall gegenüber verzinsten Papieren an Attraktivität — das ist keine neue Erkenntnis, aber aktuell ein realer Belastungsfaktor.

Ölpreisschock macht das Bild komplizierter

Berichte über eine Blockade der Straße von Hormuz trieben die Ölpreise um rund 4 Prozent nach oben. Die Internationale Energieagentur warnte zusätzlich vor schrumpfenden globalen Vorräten.

Steigende Energiekosten heizen die Inflation an. Der US-Verbraucherpreisindex kletterte im April auf 3,8 Prozent im Jahresvergleich. Für Gold ist das jedoch kein klarer Vorteil: Höhere Inflation erhöht den Druck auf die Fed, die Zinsen länger hoch zu halten. Fed-Chef Jerome Powell schloss eine Zinssenkung im Dezember ausdrücklich nicht als sicher ein. Kein Wunder, dass das klassische Inflationsschutzargument für Gold gerade wenig zieht.

Technisches Bild und Ausblick

Gold notiert rund 3,65 Prozent unterhalb seines 50-Tage-Durchschnitts von 4.728 US-Dollar. Vom 52-Wochen-Hoch bei 5.450 Dollar — erreicht Ende Januar — trennt das Metall ein Abstand von über 16 Prozent. Der RSI liegt bei knapp 50 und signalisiert weder überverkaufte noch überkaufte Verhältnisse.

In einer aktuellen Expertenumfrage erwarten 77 Prozent der Befragten kurzfristig weitere Kursverluste. Entscheidend wird sein, ob die Anleiherenditen dauerhaft über der 4,5-Prozent-Marke bleiben und wie sich die geopolitische Lage im Nahen Osten entwickelt. Halten die Ölpreise ihr hohes Niveau, dürfte der Inflationsdruck die Fed weiter in Wartestellung halten — und damit auch Gold unter Druck.

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