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Gold: 4.015 Dollar nach 0,88-Prozent-Sprung

Gold notiert wieder über 4.000 Dollar, doch Fed-Signale und steigende Ölpreise belasten die weitere Erholung.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Gold steigt um 0,88 Prozent
  • Fed-Vertreter deuten Zinserhöhung an
  • Ölpreise treiben Inflationsängste
  • Zentralbanken kaufen bei Kursrückschlägen

Gold beendet eine turbulente Woche mit einem kleinen Kraftakt. Am Freitag klettert der Preis um 0,88 Prozent auf 4.015,40 US-Dollar je Feinunze. Damit steht das Edelmetall wieder über der psychologisch wichtigen 4.000er-Marke. Der Wochensaldo bleibt trotzdem rot: minus 2,72 Prozent, der zweite Verlust in Folge.

Inflation durch die Hintertür

Ein zentraler Belastungsfaktor kam in den vergangenen Tagen aus dem Nahen Osten. Neue Störungen im Schiffsverkehr in der Straße von Hormus trieben die Ölpreise massiv nach oben. Die Marktlogik wirkt dabei zweischneidig. Einerseits steigen die geopolitischen Risiken – das stützt Gold als Krisenwährung. Andererseits befeuern die steigenden Energiekosten neue Inflationssorgen.

Die Marktteilnehmer befürchten nun eine Umkehr des zuletzt rückläufigen Preistrends. Das ruft die US-Notenbank auf den Plan. Ihre Vertreter sendeten am Freitag überraschend deutliche Signale.

Fed-Offizielle verschärfen den Ton

Lorie Logan, Präsidentin der Dallas-Fed, fordert angesichts der Inflationsrisiken eine weitere Zinserhöhung. Vize-Notenbankchef Philip Jefferson unterstützt sie und signalisiert eine straffere Geldpolitik, sollte sich die Preisstabilität nicht festigen. Diese hawkishen Kommentare lösten spürbaren Verkaufsdruck aus.

Die Märkte taxieren die Wahrscheinlichkeit für eine Zinserhöhung im September inzwischen auf rund 50 Prozent. Gold wirft keine Zinsen ab. Steigen die Renditeerwartungen für Anleihen, steigen auch die Opportunitätskosten für Goldanleger. Die Folge: Umschichtungen in verzinste US-Staatsanleihen.

Zentralbanken stützen den Markt

Trotz des charttechnischen Drucks bleibt die physische Nachfrage auf institutioneller Ebene hoch. Notenbanken in Osteuropa und Asien nutzen die tieferen Kurse gezielt für Zukäufe. Diese strukturelle Nachfrage verhinderte in der vergangenen Woche einen deutlicheren Rückgang und stabilisierte den Markt im Bereich von 3.980 US-Dollar, bevor die Freitags-Erholung einsetzte.

Bewährungsprobe über der 4.000er-Marke

Für die kommende Handelswoche richtet sich der Blick der Anleger auf eine Frage: Kann Gold die 4.000-Dollar-Marke nachhaltig verteidigen? Ein stabiler Kurs darüber könnte das Sentiment kurzfristig aufhellen.

Makroökonomisch stehen zwei Termine im Fokus. Am Dienstag veröffentlichen die USA Daten zu den Baugenehmigungen. Am Freitag folgt das Verbrauchervertrauen der University of Michigan. Zeigen beide Indikatoren eine überraschend robuste US-Wirtschaft, dürfte die Fed ihren strafferen Kurs bestätigen. Das würde den Druck auf Gold trotz der jüngsten Rückeroberung der 4.000-Dollar-Marke aufrechterhalten. Der Ölmarkt bleibt dabei der wichtigste kurzfristige Preistreiber für das Edelmetall.

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Diskussion zu Gold

Andreas Sommer

Mit über 40 Jahren Erfahrung im Bankwesen und Börsenjournalismus gehöre ich zu den etablierten Analysten im deutschsprachigen Raum. Nach mehr als zehn Jahren als Wertpapierberater bei der Deutschen Bank spezialisierte ich mich seit dem Börsencrash 1987 auf technische Analyse und charttechnische Methoden.

Als ehemaliger Chefredakteur mehrerer Börsenpublikationen entwickelte ich den "Aktienführer Neuer Markt" mit und führe heute einen Börsendienst, der sich auf wachstumsstarke Unternehmen fokussiert. Mein wöchentliches Markt-Barometer analysiert systematisch DAX, Dow Jones, Ölpreis, Währungen und Marktstimmung, um präzise Orientierung zu bieten.

Die Ergebnisse sprechen für sich: Leser meines Börsendienstes erzielten über zwei Jahrzehnte einen durchschnittlichen Depotzuwachs von +576%. Meine rechtzeitigen Warnungen vor dem Crash 2008 halfen vielen Anlegern, Verluste zu minimieren.

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