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Symbolbild, KI-generiert

Gold: 3,8 Prozent Inflation stoppt Rally

Starke US-Konjunkturdaten und steigende Anleiherenditen setzen den Goldpreis unter Druck. Die Feinunze fällt auf den tiefsten Stand seit zwei Wochen.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Goldpreis fällt um fast drei Prozent
  • US-Inflation steigt auf 3,8 Prozent
  • Renditen zehnjähriger Anleihen auf Jahreshoch
  • Dollar-Stärke verstärkt den Abwärtsdruck

Starke US-Wirtschaftsdaten haben dem Goldpreis zum Wochenschluss einen spürbaren Dämpfer versetzt. Am Freitag fiel die Feinunze um fast drei Prozent auf 4.543,60 US-Dollar — der tiefste Stand seit knapp zwei Wochen.

Inflation und Renditen als Haupttreiber

Der Auslöser ist klar: Die US-Inflation zog im April auf 3,8 Prozent an, nach 3,3 Prozent im März. Der Erzeugerpreisindex legte im Jahresvergleich sogar um sechs Prozent zu. Robuste Einzelhandelsumsätze obendrein — die Daten zeichnen das Bild einer Wirtschaft, die sich gegen Zinssenkungen sperrt.

Die Folge: Die Rendite zehnjähriger US-Staatsanleihen kletterte auf ein neues Jahreshoch von 4,591 Prozent. Das FedWatch-Tool sieht mittlerweile eine Wahrscheinlichkeit von 65 Prozent für eine weitere Zinserhöhung bis Ende 2026. Gold, das keine laufenden Erträge abwirft, verliert in diesem Umfeld gegenüber festverzinslichen Papieren an Attraktivität.

Doppeldruck durch den Dollar

Erschwerend hinzu kommt die Dollar-Stärke. Der US-Dollar-Index stieg auf über 99 Punkte und verzeichnete den stärksten Wochenanstieg seit zwei Monaten. Marktbeobachter sprechen von einem doppelten Druck: Starker Greenback und steigende Renditen überlagern derzeit die Funktion von Gold als Inflationsschutz.

Bemerkenswert: Selbst geopolitische Risiken — blockierte US-Iran-Verhandlungen, eine faktisch geschlossene Straße von Hormuz — lösten keine nennenswerte Nachfrage nach dem sicheren Hafen aus. Die Geldpolitik dominiert den Goldmarkt gerade schlicht alles andere.

Technische Lage und Ausblick

Auf Wochensicht summiert sich das Minus auf 3,75 Prozent, seit Jahresanfang steht Gold noch mit knapp fünf Prozent im Plus. Vom Allzeithoch bei 5.450 US-Dollar — erreicht Ende Januar 2026 — ist der Preis inzwischen rund 17 Prozent entfernt. Der 50-Tage-Durchschnitt bei 4.728 US-Dollar liegt deutlich über dem aktuellen Kurs, der RSI von knapp 50 signalisiert eine neutrale technische Ausgangslage.

Händler beobachten die Unterstützungszone um 4.511 US-Dollar. Fed-Vertreter Kevin Warsh hat zuletzt signalisiert, dass die Zinsen voraussichtlich bis Jahresende unverändert bleiben — was kurzfristige Erholungsimpulse weiter begrenzt. Im ETF-Segment zeigt sich eine gemischte Dynamik: April brachte noch Zuflüsse von 45 Tonnen, seither reagieren Investoren zunehmend sensibel auf die restriktiven Signale aus Washington.

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