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Symbolbild, KI-generiert

Gold: 3,33-Prozent-Sturz auf 4.352,90 USD

Starke US-Arbeitsmarktdaten lassen Gold auf den tiefsten Stand seit März fallen. Zinssenkungsfantasien schwinden, Kapital fließt in verzinsliche Anlagen.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Gold fällt unter wichtige Marke
  • US-Jobdaten übertreffen Erwartungen deutlich
  • Dollar und Anleiherenditen steigen
  • Technische Signale deuten auf weitere Verluste

Starke US-Arbeitsmarktdaten haben den Goldpreis am Freitag auf den tiefsten Stand seit Ende März gedrückt. Der Einbruch trifft das Edelmetall in einem ohnehin angeschlagenen Umfeld — und die technischen Signale machen die Lage nicht besser.

Jobdaten pulverisieren Zinshoffnungen

Das US-Arbeitsministerium meldete für Mai 172.000 neu geschaffene Stellen außerhalb der Landwirtschaft. Der Marktkonsens hatte lediglich 85.000 erwartet. Obendrein revidierten die Behörden die Werte für März und April um insgesamt 93.000 Stellen nach oben.

Die Botschaft an die Märkte war eindeutig: Die US-Konjunktur läuft heißer als gedacht. Zinssenkungen durch die Federal Reserve rücken damit in weite Ferne. Experten schließen sogar weitere Zinserhöhungen nicht mehr aus.

Die Folge: Kapital floss raus aus Gold, rein in verzinste Anlagen.

Dollar und Renditen drücken auf den Preis

Die Rendite zehnjähriger US-Staatsanleihen sprang auf rund 4,54 Prozent. Der US-Dollar-Index legte auf etwa 99,80 Punkte zu. Beides belastet Gold strukturell: Ein starker Dollar verteuert das Edelmetall für Käufer außerhalb des Dollarraums. Steigende Anleiherenditen machen das unverzinste Metall weniger attraktiv.

Gold schloss den Freitag bei 4.352,90 USD — ein Tagesverlust von 3,33 Prozent. Auf Wochenbasis summiert sich das Minus auf knapp 5 Prozent. Seit dem 52-Wochen-Hoch bei 5.626,80 USD Ende Januar hat Gold mehr als 22 Prozent verloren.

Technische Lage verschlechtert sich

Der Rutsch unter 4.400 USD ist charttechnisch bedeutsam. Gold fiel damit unter die 200-Tage-Linie — ein Signal, das klassischerweise weitere Verkäufe anzieht. Die nächste Unterstützung liegt bei 4.328 USD. Der RSI notiert bei 34,4 und nähert sich damit dem überverkauften Bereich.

Parallel dazu meldete der World Gold Council für Mai Abflüsse aus Gold-ETFs von rund 2 Milliarden USD. Auch die physische Nachfrage in Indien und China schwächte sich zuletzt ab.

Bergbausektor zeigt eigene Dynamik

Trotz des Preisdrucks bewegt sich die Minenbranche. Die Aktionäre von Aurion Resources stimmten mit 99,94 Prozent der Übernahme durch Agnico Eagle Mines zu. Das Volumen beträgt rund 481 Millionen USD, der Abschluss wird für Mitte Juni erwartet.

Barrick Mining meldete für das erste Quartal eine Produktion von 719.000 Unzen Gold und einen Umsatz von 5,22 Milliarden USD. Etablierte Produzenten profitieren von hohen Margen — auch wenn der Goldpreis nachgibt. Santana Minerals kalkuliert für sein Bendigo-Ophir-Projekt in Neuseeland sogar mit einer operativen Marge von rund 70 Prozent.

Ob der Preisrückgang anhält, hängt maßgeblich davon ab, wie die Fed in den kommenden Wochen kommuniziert. Zeigen die nächsten Inflationsdaten ebenfalls Stärke, dürfte der Druck auf Gold weiter zunehmen.

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