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Gold: 3,33 Prozent Minus zum Wochenschluss

Starke US-Jobdaten lassen Goldpreis um 3,3 Prozent fallen. Zentralbanken kaufen, während Schmuckverkäufe einbrechen.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Goldpreis fällt um 3,3 Prozent
  • US-Arbeitsmarkt übertrifft Erwartungen deutlich
  • Zentralbanken kaufen 244 Tonnen Gold
  • Schmuckverkäufe weltweit um 25 Prozent gesunken

Die überraschend starken US-Arbeitsmarktdaten haben den Goldmarkt am Freitag schwer getroffen. Hoffnungen auf baldige Zinssenkungen lösen sich in Luft auf. Anleger flüchten aus dem zinslosen Edelmetall. Die seit Jahresbeginn schwelende Korrektur beschleunigt sich drastisch.

Zinsen belasten den Preis

Im Mai schuf die US-Wirtschaft 172.000 neue Stellen. Das übertraf die Erwartungen deutlich. Die Rendite der zehnjährigen US-Staatsanleihen kletterte daraufhin auf 4,544 Prozent. Hohe Zinsen machen Gold für Investoren unattraktiv.

Die Folge: ein massiver Preisrutsch. Zum Wochenschluss fiel der Goldpreis um 3,33 Prozent auf rund 4.353 US-Dollar. Vom Rekordhoch Ende Januar ist das Edelmetall mittlerweile fast 23 Prozent entfernt.

Damit schmilzt der Gewinn seit Jahresanfang auf magere 0,26 Prozent zusammen. Der Relative-Stärke-Index (RSI) steht aktuell bei 34,4. Das signalisiert einen stark überverkauften Markt.

Zentralbanken stützen, Verbraucher zögern

Abseits der Finanzmärkte zeigt sich ein geteiltes Bild bei der physischen Nachfrage. Weltweit brach der Schmuckverkauf im ersten Quartal um 25 Prozent ein. In China betrug das Minus sogar 31 Prozent. Käufer scheuen das historisch hohe Preisniveau.

Währenddessen treten Zentralbanken weiterhin als stabilisierende Käufer auf. Sie erwarben im ersten Jahresviertel netto 244 Tonnen Gold. Diese institutionelle Nachfrage stützt den Markt in einem nervösen Umfeld spürbar.

Zinsentscheidungen rücken in den Fokus

In der kommenden Woche blicken Marktteilnehmer nach Europa. Die Europäische Zentralbank erhöht den Leitzins voraussichtlich um 25 Basispunkte. Parallel dazu dürfte die US-Notenbank an ihrem restriktiven Kurs festhalten. Diese geldpolitische Schere sorgt für Bewegung an den Devisenmärkten.

Kurzfristig rechnen Experten mit weiterem Druck. In einer aktuellen Kitco-Umfrage erwarten 74 Prozent der Analysten fallende Kurse. Der starke US-Dollar lastet schwer auf dem Edelmetall.

Langfristig bleiben einige Prognosen optimistisch. Metals Focus rechnet für 2026 mit einem Durchschnittspreis von 4.920 US-Dollar. Schnäppchenjäger positionieren sich bereits. In Vietnam bildeten sich am Wochenende lange Schlangen vor den Goldgeschäften. Lokale Käufer nutzen den starken Preisrutsch direkt für physische Zukäufe.

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Eduard Altmann

Eduard Altmann ist Finanzexperte mit über 25 Jahren Erfahrung an den globalen Finanzmärkten. Als Analyst und Autor beim VNR Verlag für die Deutsche Wirtschaft spezialisiert er sich auf Aktienmärkte, Gold, Silber, Rohstoffe und den Euro.

Altmann ist überzeugter Verfechter des Value-Investing und identifiziert unterbewertete Unternehmen mit hohem Wachstumspotenzial. Sein Börsendienst "Megatrend-Depot" vermittelt praxisnahe Strategien erfolgreicher Value-Investoren. Mit seinem Motto "Manage dein Vermögen selbst" inspiriert er Anleger zur eigenverantwortlichen Vermögensverwaltung.

Seine Analysen basieren auf der fortschrittlichen Gann-Strategie, die präzise Vorhersagen für Rohstoffmärkte ermöglicht. Diese technische Analysemethode kombiniert historische Daten mit Zyklusanalysen und macht seine Marktprognosen besonders treffsicher.

Durch zahlreiche Publikationen und verständliche Erklärungen komplexer Finanzthemen unterstützt Altmann sowohl Einsteiger als auch erfahrene Investoren bei fundierten Anlageentscheidungen. Seine Arbeit verbindet theoretische Expertise mit praktischen Empfehlungen für den strategischen Vermögensaufbau.