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Symbolbild, KI-generiert

Gold: 27 Prozent der Währungsreserven

Gold stoppt Abwärtstrend nach Test der 4.000-Dollar-Marke. Geopolitische Signale und veränderte Reservepolitik stützen den Kurs.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Goldpreis testet wichtige 4.000-Dollar-Unterstützung
  • US-Arbeitsmarktdaten lösen Zinsdruck aus
  • Gold überholt US-Anleihen als Reserve-Asset
  • China und Polen erhöhen Goldbestände massiv

Der Goldpreis hat eine turbulente Handelswoche hinter sich. Nach einem massiven Preisverfall testete das Edelmetall am Donnerstag die psychologisch wichtige Marke von 4.000 US-Dollar. Aktuell notiert die Feinunze bei 4.224 US-Dollar. Ein überraschendes Signal aus Washington stoppte den Absturz vorerst.

Zinsdruck und geopolitische Signale

Zuvor drückten extrem starke US-Arbeitsmarktdaten den Kurs tief ins Minus. Die amerikanische Wirtschaft schuf im Mai 172.000 neue Stellen und übertraf die Erwartungen damit massiv. Daraufhin schossen die Renditen der langlaufenden US-Staatsanleihen auf über fünf Prozent. Ein solches Niveau sahen die Märkte zuletzt im Jahr 2007.

Die Folge: Höhere Zinsen machen das zinslose Edelmetall für Investoren unattraktiv. Dennoch stoppte der Preisverfall abrupt. Diplomatische Signale aus Washington bezüglich des Iran-Konflikts veränderten die Stimmung. Die Aussicht auf eine neue Risikolage im Nahen Osten lockte Käufer zurück in den Markt.

Historischer Wendepunkt bei den Reserven

Aktuelle Daten der Europäischen Zentralbank belegen einen historischen Gezeitenwechsel. Gold hat amerikanische Staatsanleihen als wichtigstes Reserve-Asset der Welt abgelöst. Ende 2025 bestanden 27 Prozent der globalen Währungsreserven aus dem Edelmetall. Der Anteil der US-Papiere fiel auf 22 Prozent.

Vor allem China treibt diese Entwicklung voran. Die dortige Zentralbank stockte ihre Bestände den 19. Monat in Folge auf. Sie hält nun rund 2.322 Tonnen. Auch die polnische Nationalbank kauft aggressiv. Sie kaufte im laufenden Jahr bereits über 45 Tonnen. Diese strategische Abkehr vom US-Dollar stützt den Preis massiv.

Angeschlagenes Chartbild

Trotz der jüngsten Gegenbewegung bleibt die technische Lage extrem angespannt. Auf Sicht der vergangenen 30 Tage verzeichnet Gold einen Verlust von gut zehn Prozent. Der Kurs notiert deutlich unter dem 50-Tage-Durchschnitt von knapp 4.600 US-Dollar. Technische Indikatoren signalisieren mittlerweile eine stark überverkaufte Marktlage.

Die Marke von 4.000 US-Dollar fungiert nun als harte Unterstützungslinie. Hält dieses Niveau, bietet sich Raum für eine technische Erholung. Bricht die Unterstützung, droht ein weiterer Abverkauf in Richtung des 52-Wochen-Tiefs bei 3.901 US-Dollar. Kurzfristig bestimmen die nächsten Zinsaussagen der US-Notenbank das Geschehen.

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