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Gold: 26,64 Prozent unter Rekordhoch vom 29. Januar

Der Goldpreis fällt vom Rekordhoch, doch Zentralbanken aus Schwellenländern stocken ihre Reserven massiv auf.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Goldpreis 26,6 Prozent unter Rekordhoch
  • Zentralbanken planen Rekordkäufe
  • China treibt Nachfrage aus Schwellenländern
  • US-Inflationsdaten als nächster Kurstreiber

Der Goldpreis rutscht ab, doch die großen Käufer bleiben treu. Am Freitag schloss die Feinunze bei 4.127,60 US-Dollar. Das liegt 26,64 Prozent unter dem Rekordhoch vom 29. Januar 2026.

Korrekturbedarf nach Rekordjahren

Jenes Hoch lag bei 5.626,80 US-Dollar. Seither hat der Kurs deutlich an Höhe verloren.

Auf Wochensicht steht ein Minus von 1,18 Prozent. Im Monatsvergleich sind es 2,64 Prozent. Seit Jahresbeginn summiert sich der Rückgang auf 4,93 Prozent.

Die technischen Daten zeigen eine breite Schwächephase. Der Kurs liegt 5,45 Prozent unter dem 50-Tage-Durchschnitt von 4.365,48 US-Dollar. Zum 200-Tage-Durchschnitt beträgt der Abstand 9,07 Prozent.

Der RSI notiert bei 44,0 Punkten. Das deutet auf eine neutrale Marktlage hin, nicht auf überverkaufte Kurse. Die 30-Tage-Volatilität liegt bei 27,01 Prozent – ein Zeichen für spürbare Nervosität.

Zum 52-Wochen-Tief vom 28. Oktober 2025 bei 3.901,30 US-Dollar beträgt der Puffer nur 5,80 Prozent. Gold notiert damit näher am Jahrestief als am Jahreshoch. Der Kurs hält sich aber weiter über der psychologisch wichtigen Marke von 4.000 US-Dollar.

Rekordnachfrage der Notenbanken

Während die Terminmärkte schwächeln, kaufen Zentralbanken auf Rekordniveau. Eine Rekordzahl an Notenbanken plant, ihre Goldreserven in den kommenden Monaten weiter aufzustocken. Vor allem Institutionen aus Schwellenländern treiben diesen Trend voran.

China setzt seine massiven Käufe fort. Diese Käufe wirken laut Experten als strukturelle Stütze für den Markt. Sie verhindern einen tieferen Einbruch unter die mehrjährigen Unterstützungszonen.

Hinter den Käufen steckt die wachsende globale Staatsverschuldung. Notenbanken suchen eine stabile Wertaufbewahrung in einem volatilen Umfeld. Außerdem wollen sie ihre Abhängigkeit von westlichen Währungsräumen verringern.

Zinsentscheidung und Inflationsdaten im Fokus

Am Dienstag richten sich alle Blicke auf die US-Verbraucherpreise. Die CPI-Daten gelten als wichtigster Indikator für die künftige Zinspolitik der Fed. Zeitgleich steht Fed-Chef Kevin Warsh erstmals vor dem Kongress.

Fallen die Inflationszahlen höher aus als erwartet, dürfte der Druck auf Gold zunächst zunehmen. Höhere Zinserwartungen schmälern den Reiz einer zinslosen Anlage. Analysten sehen darin kurzfristig das größte Risiko für den Kurs.

Die physische Nachfrage aus dem Osten bildet ein Gegengewicht. Zusammen mit den kontinuierlichen Notenbank-Käufen sorgt sie bei Rücksetzern regelmäßig für neue Käufer.

Am Dienstag entscheidet sich, ob die kurze Schwächephase anhält oder abebbt. Fallen die Inflationsdaten milder aus als erwartet, könnte Gold rasch Boden gutmachen. Die strukturelle Nachfrage der Notenbanken bleibt davon in jedem Fall unberührt.

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