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Gold: 200-Tage-Linie bei 4.390 Dollar im Visier

Gold nähert sich der wichtigen 200-Tage-Linie bei 4.390 Dollar. Asiatische Käufe stützen, während die US-Geldpolitik bremst.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Goldkurs knapp über 200-Tage-Linie
  • Asiatische Investoren kaufen zu
  • Fed-Politik belastet Goldpreis
  • Geopolitische Spannungen stützen

Gold steht an einer technischen Nagelprobe. Am Donnerstag notiert das Edelmetall bei rund 4.450 US-Dollar pro Feinunze. Damit fehlen nur noch gut 1,3 Prozent bis zur viel beachteten 200-Tage-Linie bei etwa 4.390 US-Dollar. Der RSI liegt bei 39,9 Punkten — das spricht für eine leichte Überverkauftheit.

Asiatische Käufer stabilisieren den Markt

Trotz der Korrektur seit dem Januar-Rekordhoch von 5.626 US-Dollar zeigt sich die fundamentale Nachfrage robust. Neue Akteure drängen in den Markt. Chinesische Versicherungsgesellschaften und indische Pensionsfonds stocken ihre Bestände auf. Gleichzeitig nutzen Krypto-Emittenten wie Tether Gold zur Besicherung ihrer Reserven.

Gold-ETFs in Asien verzeichnen frische Zuflüsse. Das kompensiert zumindest teilweise die Abflüsse aus westlichen Portfolios.

Bremsklotz aus Washington

Auf der Gegenseite steht die US-Geldpolitik. Die Fed hält den Leitzins zwischen 3,50 und 3,75 Prozent. Dazu kommen ein starker US-Dollar und hohe Realrenditen. All das erhöht die Opportunitätskosten für Gold, das keine Zinsen abwirft.

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Die Inflation liegt weiter über dem Zielwert. Spekulationen auf baldige Zinssenkungen bleiben damit gedämpft. Das bremst die Aufwärtsbewegung, auch wenn geopolitische Risiken grundsätzlich für eine höhere Goldbewertung sprechen.

Technische Hürden und geopolitischer Untergrund

Die Spannungen im Mittleren Osten, vor allem zwischen den USA und dem Iran, sorgen für anhaltende Volatilität. Ein teilweiser Waffenstillstand mit der Hisbollah brachte kurzfristig Entlastung, aber keine grundlegende Entspannung.

Charttechnisch ist die Marke von 4.390 US-Dollar der entscheidende Test. Unterschreitet Gold diese Unterstützung, drohen weitere Verluste. Nach oben bildet der Bereich um 4.520 US-Dollar den ersten Widerstand. Gelingt der Ausbruch, rückt der 50-Tage-Schnitt bei 4.640 US-Dollar in Reichweite. Derzeit liegt Gold knapp 3,8 Prozent unter dieser Linie.

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Diskussion zu Gold

Felix Baarz

Felix Baarz ist Wirtschaftsjournalist mit mehr als 15 Jahren Erfahrung in der Berichterstattung über internationale Finanzmärkte. Als gebürtiger Kölner begann er seine Laufbahn bei einer deutschen Fachpublikation, bevor er für sechs Jahre nach New York zog.

In New York berichtete er direkt aus dem Zentrum der globalen Finanzwelt über Entwicklungen an der Wall Street und wirtschaftspolitische Entscheidungen von internationaler Tragweite. Diese Zeit prägte seine analytische Herangehensweise an komplexe Wirtschaftsthemen.

Heute arbeitet Baarz als freier Journalist für führende deutschsprachige Wirtschafts- und Finanzmedien. Seine Schwerpunkte liegen auf der fundierten Analyse globaler Finanzmärkte und der verständlichen Aufbereitung wirtschaftspolitischer Zusammenhänge. Neben seiner schriftlichen Arbeit moderiert er Fachdiskussionen und nimmt an Expertenrunden teil.

Sein journalistischer Ansatz kombiniert tiefgreifende Recherche mit präziser Analyse, um Lesern Orientierung in einer sich wandelnden Wirtschaftswelt zu bieten.