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Gold: 1,7 Prozent Wochenminus

Gold verzeichnet den vierten Wochenrückgang in Folge und bleibt mit fast 5,5 Prozent im Minus seit Jahresbeginn die schwächste große Anlageklasse.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Gold verliert 1,7 Prozent in einer Woche
  • Fed-Kurs und starker Dollar belasten
  • US-Iran-Abkommen dämpft sichere Häfen
  • Goldman Sachs senkt Jahresendziel auf 4.900 Dollar

Vier Wochen in Folge im Minus — Gold kämpft mit einem hartnäckigen Gegenwind. Das Edelmetall verlor in den vergangenen sieben Tagen rund 1,7 Prozent und notiert seit Jahresbeginn fast 5,5 Prozent tiefer. 2026 gehört Gold damit zu den schwächsten großen Anlageklassen.

Der Freitag brachte immerhin etwas Erholung. Die US-PCE-Inflationsdaten fielen weitgehend im Rahmen der Erwartungen aus. Das veranlasste Märkte, Zinserhöhungserwartungen leicht zurückzuschrauben — gut für ein zinsloses Edelmetall. Der Schlusskurs lag bei 4.103,70 US-Dollar, ein Tagesplus von 1,54 Prozent.

Hawkishe Fed drückt auf den Preis

Der übergeordnete Druck bleibt stark. Fed-Chef Warsh hält an einem restriktiven Kurs fest. Die Märkte preisen derzeit drei Zinserhöhungen in diesem Jahr ein. Die Wahrscheinlichkeit einer ersten Erhöhung im September liegt bei rund 62 Prozent. Bis Dezember rechnen Händler mit 77 Prozent Wahrscheinlichkeit damit, dass die Zinsen mindestens 25 Basispunkte über dem aktuellen Ziel von 3,50 bis 3,75 Prozent liegen.

Ein starker US-Dollar verschärft die Lage. Er macht Gold für Käufer außerhalb des Dollarraums teurer. Die Nachfrage leidet.

Entspannung am Golf, Unsicherheit bleibt

Geopolitisch gab es eine Verschiebung. Die USA und der Iran unterzeichneten ein vorläufiges Abkommen zur Wiedereröffnung der Straße von Hormus. Das dämpfte die Nachfrage nach sicheren Häfen. Gold profitierte nicht.

Vollständig aufgelöst ist die Lage jedoch nicht. Zur Markteröffnung am Montag besteht ein sogenanntes „Weekend Gap Risk“ — neue Entwicklungen im Iran-Konflikt könnten den Preis in beide Richtungen bewegen.

Analysten bleiben vorsichtig. Goldman Sachs senkte das Jahresendziel um 500 US-Dollar auf 4.900 US-Dollar. Grund: Die Bank erwartet in diesem Jahr keine Zinssenkungen durch die Fed. Auch die Deutsche Bank hat ihre Preisprognose zurückgenommen.

Technisch nah an kritischer Unterstützung

Technisch ist die Lage angespannt. Der RSI liegt bei 37,3 — nah an überverkauftem Terrain, aber noch nicht dort. Gold notiert rund 8,4 Prozent unter seinem 50-Tage-Durchschnitt. Die nächste wichtige Unterstützung liegt bei rund 3.916 US-Dollar, darunter folgen die psychologischen Marken bei 3.900 und 3.800 US-Dollar.

Nach oben wartet zunächst das März-Tief bei 4.098 US-Dollar als Widerstand — knapp unter dem aktuellen Kurs. Darüber folgen 4.170 und 4.300 US-Dollar. Der US-Arbeitsmarktbericht in der kommenden Woche dürfte den nächsten Impuls setzen: Starke Beschäftigungszahlen würden Zinssenkungshoffnungen weiter begraben — und Gold erneut unter Druck setzen.

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