Startseite » Forex » Gold: 1 Milliarde Dollar aus SPDR abgezogen

Gold: 1 Milliarde Dollar aus SPDR abgezogen

Gold verliert an Wert, da ein fester US-Dollar und mögliche weitere Zinserhöhungen die Anleger abschrecken. Massive ETF-Abflüsse verstärken den Abwärtstrend.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Goldpreis fällt seit Jahresbeginn
  • Starker Dollar belastet Edelmetall
  • Milliardenabflüsse aus Gold-ETFs
  • Charttechnik zeigt Verkaufssignal

Gold gerät zunehmend unter die Räder. Ein starker US-Dollar und hartnäckige Zinsängste drücken den Preis. Am Montag schloss das Edelmetall bei 4.155,70 US-Dollar. Seit Jahresbeginn steht damit ein Minus von gut vier Prozent auf der Anzeigetafel.

Zinsängste stützen den Dollar

Schwache US-Wirtschaftsdaten bieten dem Edelmetall aktuell keinen Halt. Der Einkaufsmanagerindex für den Dienstleistungssektor sank zuletzt leicht. Normalerweise stützt das den Goldpreis. Die US-Notenbank sendet allerdings andere Signale.

Die Präsidentin der Cleveland Fed sieht kaum Hinweise auf eine abkühlende Wirtschaft. Sie hält sogar weitere Zinserhöhungen für möglich, um die Inflation auf das Zwei-Prozent-Ziel zu drücken. Die Folge: Der US-Dollar bleibt stark. Das verteuert Gold für Käufer außerhalb des Dollarraums.

Institutionelle Anleger ziehen Kapital ab

Am ETF-Markt schwindet das Vertrauen. Der weltgrößte Gold-Fonds verzeichnet massive Abflüsse. Aus dem SPDR Gold Shares flossen innerhalb von fünf Handelstagen rund eine Milliarde US-Dollar ab. Die Bestände sanken auf gut 1.005 Tonnen.

Das markiert den tiefsten Stand seit Ende September 2025. Ein kurzer Erholungsimpuls aus der Vorwoche verpufft damit vollständig. Großinvestoren meiden das Edelmetall derzeit.

Düsteres Chartbild

Der Blick auf die Charttechnik bestätigt die Schwäche. Auf dem Tages-Chart hat sich ein sogenanntes „Death Cross“ gebildet. Dieses Signal deutet auf weiteren Verkaufsdruck hin. Aktuell notiert der Kurs fast sechs Prozent unter seiner 50-Tage-Linie.

Käufer müssen nun den Widerstandsbereich um 4.200 US-Dollar knacken. Gelingt das nicht, drohen weitere Rücksetzer. Als nächste psychologische Unterstützung wartet die Marke von 4.100 US-Dollar.

Richtungsweisende Impulse könnten in den nächsten Tagen folgen. Händler warten auf das Protokoll der letzten Fed-Sitzung. Danach rücken die wöchentlichen Arbeitsmarktdaten und die Inflationszahlen am 14. Juli in den Fokus. Bleibt der Dollar robust, bleibt auch der Deckel auf dem Goldpreis.

Diskussion zu Gold

Gold Chart