Starke Kennzahlen und Effizienzsprung im zweiten Quartal
GlobalFoundries meldete für das abgelaufene Quartal einen Umsatz von 1,79 Milliarden US-Dollar, was einer Steigerung von 6 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum entspricht. Damit lag das Ergebnis über dem Analystenkonsens von 1,77 Milliarden US-Dollar. Besonders deutlich fiel die Verbesserung der Profitabilität aus: Das Unternehmen erreichte eine bereinigte Bruttomarge von 29,9 Prozent – ein neuer Rekordwert und ein Zuwachs von 500 Basispunkten gegenüber dem Vorjahr.
Das bereinigte Ergebnis je Aktie (EPS) belief sich auf 0,46 US-Dollar und übertraf damit die Markterwartungen von 0,44 US-Dollar. Für das dritte Quartal gab das Management eine Prognose ab, die einen Umsatz zwischen 1,86 und 1,91 Milliarden US-Dollar sowie ein EPS in der Spanne von 0,46 bis 0,56 US-Dollar vorsieht. Damit bewegt sich der Ausblick weitgehend im Rahmen der bisherigen Erwartungen der Analysten.
Massive Förderung für Photonik und Quantentechnologie
Neben den Quartalszahlen standen zuletzt bedeutende Förderzusagen der US-Regierung im Fokus. Ende Juli unterzeichnete GlobalFoundries eine Absichtserklärung mit dem US-Handelsministerium über eine Förderung in Höhe von 300 Millionen US-Dollar. Diese Mittel sind für die Beschleunigung der Forschung und Entwicklung im Bereich der Siliziumphotonik vorgesehen. Hierbei liegt der Schwerpunkt auf neuartigen Wafer-Technologien und fortschrittlichen Verpackungsverfahren, die insbesondere für KI-Rechenzentren von Bedeutung sind. Medienberichten zufolge geht das Unternehmen davon aus, dass sich der Umsatz im Bereich der Siliziumphotonik im laufenden Jahr mehr als verdoppeln wird.
Parallel dazu etablierte der Konzern eine eigene Geschäftseinheit für Quantentechnologie-Lösungen. Dieser Schritt wird durch eine weitere Absichtserklärung über 375 Millionen US-Dollar unterstützt. Diese strategischen Investitionen sollen die Position von GlobalFoundries als Auftragsfertiger für spezialisierte Hochleistungschips festigen, während sich das Segment für Kommunikationsinfrastruktur und Datenzentren bereits das siebte Quartal in Folge mit zweistelligen Wachstumsraten entwickelte.
Analystenreaktionen und Marktbewegungen
Trotz der positiven operativen Entwicklung zeigten sich einige Analysten am Donnerstag vorsichtiger. Die Großbank UBS senkte das Kursziel für GlobalFoundries von 61,00 auf 55,00 US-Dollar und behielt die Einstufung „Neutral“ bei. Medienberichten zufolge erfolgte zudem eine Herabstufung durch Zacks Research von „Strong Buy“ auf „Hold“. Belastend wirkte zunächst eine Dynamik am Markt, bei der Anleger trotz der guten Nachrichten Gewinne mitnahmen.
Zudem gab es zuletzt vermehrte Insider-Verkäufe durch Führungskräfte des Unternehmens. Im Juli veräußerten unter anderem Chief Strategy Officer Michael James Hogan und Chief Legal Officer Samak Azar kleinere Aktienpakete im Rahmen von vorab festgelegten Handelsplänen. Positiv für langfristige Anleger war hingegen die Zahlung der ersten Quartalsdividende in der Unternehmensgeschichte Mitte Juli in Höhe von 0,12 US-Dollar je Aktie.
Am Freitag zeigte das Papier eine deutliche Reaktion und legte im Tagesverlauf um 7,37 % zu, womit es bei einem Schlusskurs von 46,62 € notierte. Trotz dieser kurzfristigen Erholung spiegelt die Bewertung noch immer eine gewisse Skepsis wider: Das aktuelle Kursniveau weist einen Abstand von -41,11 % zum 52-Wochen-Hoch auf, das im Juni bei 79,15 € erreicht worden war.
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