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Symbolbild, KI-generiert

Global X Copper Miners ETF: Schmelzer-Krise als Chance!

Die strukturelle Knappheit an Kupferkonzentrat stärkt die Verhandlungsmacht der Minenbetreiber. Der Global X Copper Miners ETF profitiert von dieser Lage, während die Quartalsberichte von Lundin und Freeport anstehen.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Schmelzer-Krise drückt Behandlungsgebühren ins Negative
  • Lundin Mining erwartet positive Preisanpassungen
  • Freeport fokussiert auf indonesische Kapazitätsauslastung
  • ETF verzeichnet starke Anlegerzuflüsse trotz Kurskorrektur

Die Berichtssaison trifft den Kupfermarkt in einem ungewöhnlichen Moment: Schmelzkapazitäten weltweit übersteigen das verfügbare Konzentrat-Angebot so stark, dass die Behandlungsgebühren ins Negative gerutscht sind. Für Minengesellschaften — und damit für den COPX — ist das strukturell ein Vorteil.

Lundin und Freeport im Fokus

Lundin Mining, die größte Einzelposition im ETF mit einem Gewicht von knapp 6,5 %, hat bereits vorab kommuniziert, was das erste Quartal 2026 prägen wird. Positive Preisanpassungen auf frühere Konzentratverkäufe von rund 22 Millionen US-Dollar stützen den Umsatz. Auf der anderen Seite belasten realisierte Verluste aus Gold-Collar-Kontrakten von rund 13 Millionen US-Dollar das Ergebnis. Die vollständigen Q1-Zahlen folgen am 6. Mai nach Börsenschluss.

Freeport-McMoRan, mit gut 5,4 % Portfolioanteil ebenfalls unter den Top-Positionen, legt seinen Quartalsbericht noch in dieser Woche vor. Das Management plant, die indonesischen Betriebe schrittweise auf volle Kapazität zurückzuführen — mit dem Schwerpunkt klar in der zweiten Jahreshälfte: 60 % der Kupfer- und 80 % der Goldverkäufe sollen dort anfallen.

Struktureller Rückenwind durch Schmelzer-Krise

Die Behandlungs- und Raffineriegebühren (TC/RC) lagen Mitte April bei minus 77 US-Dollar je Tonne — ein Niveau, das die Verhandlungsmacht der Minengesellschaften gegenüber Schmelzern deutlich stärkt. Verschärft wird die Lage dadurch, dass China plant, ab Mai 2026 Schwefelsäureexporte einzustellen. Das trifft defizitäre Schmelzerbetriebe, die auf diesen Nebenprodukt-Erlösstrom angewiesen sind.

Chinesische Schmelzer haben ihre Produktion 2026 bereits um rund 10 % reduziert. Manche Analysten sehen darin — kombiniert mit dem KI-getriebenen Rechenzentrum-Boom und steigenden Rüstungsausgaben — einen dreifachen Nachfrageschock, der den Kupferpreis langfristig stützen könnte.

Gespaltene Marktmeinung

Goldman Sachs hat seinen Kupferpreisausblick für das erste Halbjahr 2026 zwar angehoben, erwartet aber einen Rückgang im weiteren Jahresverlauf. Das Basisszenario: ein US-Zollsatz von 15 % auf raffiniertes Kupfer, Mitte 2026 angekündigt und 2027 umgesetzt.

Der Kupferpreis selbst hat sich nach dem Waffenstillstand zwischen den USA und dem Iran erholt — die Risikoprämie für eine mögliche Störung der Straße von Hormuz fiel weg, der Preis kletterte zurück auf rund 6 US-Dollar je Pfund. Vom nominalen LME-Allzeithoch von über 14.500 US-Dollar je Tonne aus dem Januar 2026 ist der Markt dennoch ein Stück entfernt.

Der COPX notiert bei 86,25 US-Dollar und liegt damit rund 10 % unter seinem 52-Wochen-Hoch. Mit einer Jahresrendite von gut 144 % und Netto-Zuflüssen von fast 2,9 Milliarden US-Dollar über sechs Monate zeigt der ETF, dass das Anlegerinteresse trotz kurzfristiger Schwankungen robust geblieben ist. Ob die laufende Berichtssaison die fundamentale Basis für diesen Kursanstieg bestätigt, wird sich spätestens Anfang Mai zeigen.

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Diskussion zu Global X Copper Miners ETF

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