Eine Explosion in einem Zinkwerk in Kasachstan hat am Dienstag zwei Menschen das Leben gekostet. Fünf weitere wurden verletzt. Der Vorfall im Kazzinc-Komplex in Ust-Kamenogorsk trifft Glencore zu einem Moment, in dem der Rohstoffkonzern eigentlich starke Quartalszahlen präsentieren wollte.
Was in Ust-Kamenogorsk passierte
Die Explosion ereignete sich in einer Entstaubungsanlage im Schmelzbereich der Elektrolyseeinheit. Das Feuer breitete sich auf rund 120 Quadratmetern aus und führte zum teilweisen Einsturz eines Gebäudes. Glencore bestätigte den Vorfall und erklärte, die Lage sei unter Kontrolle. Erste Luftmessungen ergaben laut Kazzinc keine Hinweise auf gefährliche Schadstoffemissionen.
Glencore hält 70 Prozent an Kazzinc, dem größten Zinkproduzenten Kasachstans. Der Konzern führt seit einiger Zeit Gespräche über einen möglichen Verkauf dieser Beteiligung. Analysten schätzen den möglichen Transaktionswert auf rund 4,5 Milliarden US-Dollar. Ein Abschluss wäre Teil einer Portfolioumschichtung hin zu Kupfer und anderen Metallen der Energiewende.
Starkes Kupfer, schwaches Zink
Das operative Bild im ersten Quartal 2026 ist gemischt. Die Kupferproduktion stieg um 19 Prozent auf 199.600 Tonnen — getrieben von besseren Erzgraden in Afrika und höherer Ausbeute in der peruanischen Antamina-Mine. Die Zinkproduktion sank dagegen um 17 Prozent auf 176.900 Tonnen. Glencore erklärt das mit dem planmäßigen Ende der Lady-Loretta-Mine in Australien.
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Kobalt brach um 39 Prozent ein. Hintergrund: In der DR Kongo priorisierte Glencore die Kupfergewinnung, weil Exportquoten die Kobaltmenge ohnehin begrenzten.
Kosten steigen, Margen halten
CEO Gary Nagle räumte steigende Kosten ein. Diesel und Schwefelsäure werden teurer, teils wegen geopolitischer Spannungen im Nahen Osten. Nagle argumentiert jedoch, dass starke Kupfer- und Kohlepreise diese Belastungen mehr als ausgleichen. Das Handelsgeschäft soll 2026 am oberen Ende der langfristigen Prognosespanne von 2,3 bis 3,5 Milliarden US-Dollar landen — oder darüber.
Die Glencore-Aktie hat sich in den vergangenen zwölf Monaten mehr als verdoppelt und notierte zuletzt auf einem 52-Wochen-Hoch von 6,57 Euro. Auf die Nachrichten aus Kasachstan reagierte der Kurs mit einem leichten Minus. Als nächster Kurskatalysator gilt die noch ausstehende Entscheidung über eine mögliche Abspaltung des Kohlegeschäfts.
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