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Symbolbild, KI-generiert

Glencore Aktie: Ultimatum in Südafrika

Glencore fordert von Eskom einen stark reduzierten Stromtarif, um seine südafrikanischen Ferrochrom-Werke zu retten. Eine Einigung muss bis Ende März 2026 erzielt werden, sonst drohen Schließungen und der Verlust von 1.500 Jobs.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Ultimatum für stark reduzierten Strompreis
  • Entscheidung über Betrieb oder Schließung von Werken
  • Bis zu 1.500 Arbeitsplätze stehen auf dem Spiel
  • Frist für Einigung läuft am 31. März 2026 ab

Im südafrikanischen Ferrochrom-Sektor bahnt sich ein harter Konflikt an. Der Rohstoffkonzern Glencore hat dem staatlichen Stromversorger Eskom ein striktes Ultimatum für vergünstigte Stromtarife gesetzt. Scheitern die laufenden Verhandlungen, droht die endgültige Schließung von Schmelzwerken und der Verlust von Tausenden Arbeitsplätzen.

Ringen um den Strompreis

Um die angeschlagene Industrie zu stützen, hatte Eskom Ende Februar angeboten, die Strompreise von 1,36 auf 0,62 Rand pro Kilowattstunde zu senken. Glencore wies bestimmte Bedingungen dieses Hilfspakets jedoch als kommerziell nicht umsetzbar zurück. Das Unternehmen reichte stattdessen einen eigenen Gegenvorschlag ein, der nun auf die Genehmigung der Energieregulierungsbehörde Nersa wartet. Für die Glencore-Schmelzwerke in Boshoek und Wonderkop ist genau dieser reduzierte Preis von 62 Cent zwingend erforderlich, um wieder rentabel zu arbeiten.

Die Auseinandersetzung offenbart eine tiefe strukturelle Krise. Seit 2008 haben sich die Stromkosten in Südafrika verzehnfacht, wodurch das Land seine Position als weltgrößter Ferrochrom-Produzent an China verlor. Aktuell sind landesweit nur noch 11 von 66 Schmelzwerken in Betrieb. An der Börse reagieren Anleger auf diese spezifischen operativen Herausforderungen bislang gelassen. Der Titel notiert heute bei 6,10 Euro und verzeichnet damit seit Jahresbeginn ein solides Plus von über 28 Prozent. Für das lokale Geschäft in Südafrika drängt allerdings die Zeit.

Harte Deadline für die Werke

Neben Glencore hat auch der Konkurrent Samancor Chrome signalisiert, dass die aktuellen Bedingungen von Eskom die langfristige Lebensfähigkeit der Industrie bedrohen und treibt eigene Entlassungspläne voran. Scheitert der Deal für Glencore, stehen bei dem Konzern bis zu 1.500 Arbeitsplätze vor dem Aus. Das Unternehmen hatte die Entlassungsverfahren unter erheblichen Kosten bereits verschoben und die Mitarbeiter trotz teilweise stillstehender Betriebe weiterbezahlt.

Die endgültige Frist für eine Einigung läuft am 31. März 2026 ab. Damit fällt in der kommenden Woche die finale Entscheidung über den Weiterbetrieb oder die endgültige Abwicklung der betroffenen südafrikanischen Anlagen.

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