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Symbolbild, KI-generiert

Glencore Aktie: Kupfer-Zukunft ungewiss?

Der Rückkauf läuft, während Glencore Grundstückszugang für ein Kupferprojekt sichert und einen künftigen Zinnbezug vereinbart.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • 2,64 Millionen Aktien zur Einziehung erworben
  • Rückkaufprogramm soll bis Februar 2027 laufen
  • Antapaccay sichert Zugang zu Projektgrundstücken
  • Sechsjähriger Zinnabnahmevertrag mit Cornish Metals

Glencore setzt den Aktienrückkauf fort und kommt zugleich bei künftigen Rohstoffprojekten voran. Am Freitag kaufte das Unternehmen 2.640.000 eigene Aktien von UBS AG zur Einziehung.

Die Kapitalrückführung steht damit neben Fortschritten bei der Kupferentwicklung und neuen vertraglichen Bindungen im Zinngeschäft. Für Anleger sind dabei die unterschiedlichen Zeithorizonte entscheidend: Der Rückkauf läuft bereits, die geplanten Produktionsstarts liegen noch Jahre entfernt.

Rückkaufprogramm läuft bis Anfang 2027

Der Bruttokaufpreis der am Freitag erworbenen Aktien betrug CHF 6,1244 je Aktie. Die Transaktion gehört zum Programm, das Glencore am 10. September gestartet hat. Dessen Abschluss wird bis Februar 2027 erwartet.

Die Aktien wurden zur Einziehung gekauft. Der Rückkauf dient damit nicht lediglich dem Aufbau eines Bestands eigener Papiere. Zugleich bezeichnet der erwartete Programmabschluss einen Zeitrahmen und keinen bereits vollzogenen Abschluss der Kapitalmaßnahme.

Eine höhere Bewertung durch Analysten folgt daraus nicht automatisch. RBC Capital Markets senkte am Donnerstag das Kursziel für Glencore von 660 auf 650 Pence. Die Einstufung „Outperform“ behielt das Haus bei.

Damit stehen eine vorsichtigere Zielmarke und eine weiterhin positive Einstufung nebeneinander. Die Anpassung war keine Herabstufung des Anlageurteils. Sie liefert aber auch keinen Beleg dafür, dass die laufenden Rückkäufe allein eine höhere Bewertung rechtfertigen.

Kupferprojekt erreicht wichtigen Zwischenschritt

Bei Coroccohuayco meldete Glencores peruanische Tochter Antapaccay am 19. Oktober einen Fortschritt: Sie schloss die Zugangsvereinbarungen für die letzten benötigten Grundstücke ab. Die erste Produktion des Kupferprojekts ist für das zweite Halbjahr 2029 vorgesehen.

Weitere Genehmigungen stehen allerdings noch aus. Der gesicherte Grundstückszugang beseitigt somit eine Voraussetzung auf dem Entwicklungsweg, ersetzt aber nicht die ausstehenden Genehmigungen. Für die Bewertung des Projekts bleibt diese Unterscheidung wesentlich: Ein vereinbarter Zugang ist noch kein Produktionsbeginn.

Zinnvertrag erweitert die längerfristigen Bindungen

Cornish Metals meldete am 20. Oktober einen sechsjährigen Abnahmevertrag mit Glencore für Zinnkonzentrat aus South Crofty. Die Lieferungen sollen mit dem geplanten Produktionsstart 2028 beginnen.

Auch hier ist zwischen vertraglicher Absicherung und tatsächlicher Lieferung zu unterscheiden. Der Abnahmevertrag bindet künftige Mengen, während der Lieferbeginn an den geplanten Produktionsstart gekoppelt bleibt.

Zusammen zeigen die Meldungen unterschiedliche Ebenen der Kapitalverwendung: Glencore kauft bereits Aktien zurück und sichert parallel den Zugang zu künftiger Rohstoffproduktion. Die Projektfortschritte sind konkret, ihre operative Umsetzung bleibt jedoch an weitere Schritte gebunden.

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