Givaudan greift im Markt für Edel-Parfüms an. Der Schweizer Konzern übernimmt die Mehrheit am spanischen Konkurrenten Eurofragance. Damit treibt das Management seine Wachstumsziele für das Jahr 2030 voran.
Strategischer Zukauf in Barcelona
Eurofragance bringt eine starke Präsenz in das Portfolio ein. Das Unternehmen erzielte 2025 einen pro-forma-Umsatz von rund 185 Millionen CHF. Die Standorte in Spanien, Singapur und Mexiko erweitern das globale Produktionsnetzwerk von Givaudan. Behörden müssen der Transaktion allerdings noch zustimmen.
Analysten sehen Kaufchance
Die Deutsche Bank hob die Einstufung für das Papier auf „Kaufen“ an. Als Grund nennen die Experten das ausgewogene Portfolio aus Aromen und Beauty-Produkten. Die finanzielle Basis ist solide. Der freie Cashflow stieg über zehn Jahre auf zuletzt 1,3 Milliarden CHF.
Marktbeobachter verweisen außerdem auf die Bewertung. Im Zehn-Jahres-Vergleich rangiert die Aktie derzeit auf einem historisch niedrigen Niveau.
Kursentwicklung und Ausblick
An der Börse sorgten die Nachrichten zuletzt für Auftrieb. Die Aktie stieg innerhalb von 30 Tagen um 12,45 Prozent. Der Schlusskurs lag gestern bei 3.405,00 Euro. Damit notiert das Papier nur noch knapp über dem 200-Tage-Durchschnitt.
Im Juli legt Givaudan die Zahlen für das zweite Quartal vor. Neben der Bilanz rücken regulatorische Hürden in den Fokus. Kartellbehörden in der EU und den USA untersuchen derzeit die gesamte Branche wegen möglicher Wettbewerbsverstöße. Das Ergebnis dieser Verfahren könnte die langfristige Markteinschätzung maßgeblich beeinflussen.
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