Gilead Sciences setzt auf Expansion. Mit der Übernahme des Krebsspezialisten Arcellx für knapp acht Milliarden US-Dollar treibt der Biopharma-Konzern den Umbau seines Portfolios voran. Gleichzeitig untermauert das Unternehmen seine Vormachtstellung im HIV-Sektor durch neue Studienerfolge und eine solide Bilanz für das abgelaufene Geschäftsjahr.
Strategischer Ausbau der Onkologie
Durch die Übernahme von Arcellx sichert sich Gilead den vollen Zugriff auf eine vielversprechende Zelltherapie zur Behandlung des multiplen Myeloms. Die Transaktion hat ein Gesamtvolumen von etwa 7,8 Milliarden US-Dollar. Gilead zahlt den Aktionären von Arcellx 115 US-Dollar pro Aktie in bar, was einem Aufschlag von 68 Prozent auf den gewichteten Durchschnittskurs der vorangegangenen 30 Tage entspricht.
Zusätzlich winkt den Anteilseignern eine bedingte Zahlung von 5 US-Dollar pro Aktie, falls das Hauptprodukt „anito-cel“ bis Ende 2029 bestimmte Umsatzziele erreicht. Wird die Zelltherapie zum neuen Wachstumsmotor für den Konzern? Vieles hängt nun von der US-Gesundheitsbehörde FDA ab, die über die Zulassung des Mittels voraussichtlich bis Ende 2026 entscheiden wird.
Erfolge in der HIV-Forschung
Parallel zum Ausbau der Onkologie-Sparte konnte Gilead positive Daten aus zwei Phase-3-Studien präsentieren. Die Kombination der Wirkstoffe Bictegravir und Lenacapavir erwies sich als wirksame Behandlungsoption für Menschen mit HIV. Die Ergebnisse zeigen, dass das neue Kombinationspräparat bei der Unterdrückung der Viruslast ebenso effektiv ist wie etablierte Standardtherapien.
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Diese medizinischen Fortschritte sind für Gilead von hoher wirtschaftlicher Relevanz. Der HIV-Bereich ist nach wie vor das Rückgrat des Unternehmens: Im Jahr 2025 steigerte Gilead den Umsatz in diesem Segment um sechs Prozent auf 20,8 Milliarden US-Dollar. Insgesamt erwirtschaftete der Konzern im vergangenen Jahr einen Gesamtumsatz von rund 29,4 Milliarden US-Dollar.
Kursentwicklung und Finanzausblick
An der Börse spiegelt sich die Zuversicht der Anleger wider. Die Aktie verzeichnet seit Jahresbeginn ein Plus von knapp 20 Prozent. Aktuell notiert das Papier bei rund 124 Euro und damit etwa fünf Prozent unter seinem 52-Wochen-Hoch von Mitte Februar.
Mit dem Abschluss der Arcellx-Übernahme wird bereits im zweiten Quartal 2026 gerechnet. Neben der Integration des Zukaufs wird der Fokus des Managements in den kommenden Monaten vor allem auf dem Dialog mit den Regulierungsbehörden liegen, um die neuen HIV-Therapien sowie die Onkologie-Pipeline zur Marktreife zu führen. Die Entscheidung der FDA über die Zulassung von anito-cel zum Jahresende bildet dabei den nächsten zentralen Meilenstein.
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