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Gerresheimer: Goldman Sachs überschreitet 20 Prozent

Goldman Sachs stockt auf über 20 Prozent auf, während Gerresheimer ein US-Werk schließt und den Verkauf der Tochter Centor vorantreibt.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Goldman Sachs erhöht Beteiligung auf 20,13 Prozent
  • Schließung des US-Werks in Illinois mit 172 Mitarbeitern
  • Produktion wird nach Indien und Italien verlagert
  • Aktie erholt sich trotz Bilanzproblemen um 40 Prozent

Starke Kursverluste und verschobene Bilanzen prägten zuletzt das Bild bei Gerresheimer. Nun sendet eine US-Investmentbank ein massives Vertrauenssignal. Goldman Sachs baut seine Beteiligung an dem Verpackungshersteller deutlich aus. Im gleichen Schritt greift das Management hart durch. Ein US-Standort steht vor dem Aus.

Großaktionär baut Position aus

Laut Pflichtmitteilungen hält die Goldman Sachs Group nun 20,13 Prozent an Gerresheimer. Der Anteil setzt sich aus direkten Stimmrechten und Finanzinstrumenten zusammen. Zuvor lag die Position bei knapp 19 Prozent.

Dieser Zuwachs fällt in eine operativ schwierige Phase. Marktbeobachter werten den Schritt als Zeichen einer beginnenden Stabilisierung. Neben der US-Bank hält auch die Nationale-Nederlanden einen Anteil von über drei Prozent.

Harter Schnitt in den USA

Operative Einschnitte flankieren den Einstieg der Investoren. Gerresheimer schließt sein Werk im US-Bundesstaat Illinois. Von dieser Maßnahme sind 172 Mitarbeiter betroffen. Die Produktion von pharmazeutischen Glasverpackungen endet dort noch im laufenden Jahr.

Das Unternehmen verlagert diese Kapazitäten nach Indien und Italien. Ziel der Aktion ist eine straffere Kostenstruktur. Der Konzern treibt damit seinen Umbau zu einem globalen Systemanbieter voran.

Bilanzen und Kursrally

Der Düsseldorfer Konzern kämpft weiterhin mit den Folgen früherer Bilanzkorrekturen. Der testierte Jahresabschluss für das Vorjahr fehlt noch. Aktionäre erwarten ihn erst für Juni. Die Kreditgeber haben dem Unternehmen eine Fristverlängerung bis Herbst gewährt. Zur Entlastung der Bilanz läuft der Verkauf der US-Tochter Centor.

An der Börse honorieren Investoren die jüngsten Schritte. Auf Monatssicht kletterte die Aktie um rund 40 Prozent nach oben. Aktuell notiert das Papier bei 26,16 Euro.

Langfristig bleibt das Chartbild getrübt. Auf Jahressicht steht ein Minus von 56 Prozent auf der Kurstafel. Der Relative-Stärke-Index von 14,4 signalisiert eine massiv überverkaufte Situation.

Die kommenden Monate bringen klare Meilensteine. Im Juni muss das Management den ausstehenden Finanzbericht vorlegen. Bis zum Ablauf der Kreditgeberfrist im September braucht Gerresheimer greifbare Erfolge beim Verkauf der US-Tochter.

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