Gerresheimer kämpft auf zwei Fronten. Die gescheiterte Übernahme durch Silgan sitzt noch nach — und jetzt drücken stark gestiegene Energiepreise auf die Stimmung für den Glasproduzenten.
Erzeugerpreise auf höchstem Stand seit 2022
Das Statistische Bundesamt meldete heute einen Anstieg der deutschen Erzeugerpreise um 2,5 Prozent gegenüber Februar. Das ist der stärkste Monatsanstieg seit August 2022. Treiber ist die Eskalation im Nahen Osten. Besonders die Energiepreise schossen nach oben: plus 7,5 Prozent im Monatsvergleich, Mineralölerzeugnisse sogar plus 22,9 Prozent.
Für Gerresheimer ist das kein Randthema. Glas- und Kunststoffverpackungen sind energieintensiv. Steigen die Energiekosten so abrupt, geraten die Margen unter Druck.
Investitionsklima bleibt belastet
Die aktuellen Ifo-Investitionserwartungen verstärken das Bild. Der Gesamtindex für die Industrie erholte sich zwar auf +0,1 Punkte. Energieintensive Branchen stehen mit -9,0 Punkten aber weiter klar im Minus. Das Ifo-Institut nennt hohe Energiekosten und die Unsicherheit durch den Iran-Konflikt als Hauptgründe.
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Bilanzfrist und Übernahme-Nachwirkungen
Die Aktie verlor in den vergangenen fünf Handelstagen rund 1,9 Prozent und notiert bei 20,91 Euro. Seit Jahresbeginn steht dennoch ein Plus von rund 22 Prozent zu Buche — getragen von der Übernahmespekulation, die am 17. April endgültig endete.
Seitdem rücken operative Fragen in den Vordergrund. Kann Gerresheimer die gestiegenen Kosten an Pharma- und Lebensmittelkunden weitergeben? Die Antwort darauf wird die Margen für 2026 maßgeblich bestimmen. Immerhin hat das Management Luft: Kreditgeber stimmten am 15. April einer Fristverlängerung für den Jahresabschluss 2025 zu. Das verschafft Zeit — aber keine Antworten auf die Kostenfrage.
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