Germanium Mining setzt alles auf eine Karte. Das Unternehmen forciert die Suche nach dem kritischen Metall in Quebec, während die globale Nachfrage durch KI und Rüstung steigt. Die Aktie reagierte am Mittwoch prompt und kletterte um über 16 Prozent nach oben.
Offensive in Quebec
Im Fokus steht das Projekt Lac du Km 35 östlich von Chibougamau. Dort startete im Juni eine elektromagnetische Bodenuntersuchung. Man sucht neue Leiterstrukturen. Das Areal deckt inzwischen 99 zusammenhängende Claims auf fast 55 Quadratkilometern ab.
Das Management plant nun magnetische Luftaufnahmen. Diese Daten dienen als Basis für ein Diamantbohrprogramm über 2.500 Meter. Der Startschuss soll Ende 2026 fallen. Historische Proben lieferten bereits Spitzenwerte von 186 ppm Germanium.
Strategische Verknappung treibt Fokus
Germanium gilt in der EU und Nordamerika als kritisches Metall. Besonders die Halbleiterindustrie und der Glasfaserausbau benötigen den Rohstoff. Seit China im Dezember 2024 Exportbeschränkungen einführte, ist der Druck auf westliche Lieferketten massiv gestiegen.
Parallel dazu trennte sich das Unternehmen von Randprojekten wie der Pluto-Liegenschaft. Die XXIX Metal Corp übernimmt das Areal gegen Barzahlung und Aktienanteile. So fließen Mittel direkt in die Entwicklung der Germanium-Vorkommen.
Die Aktie notiert nach dem jüngsten Sprung bei 0,16 Euro. Damit liegt das Papier zwar deutlich über dem Junitief, aber noch rund 35 Prozent unter dem April-Hoch von 0,25 Euro. Die Ergebnisse der Luftmessungen bilden nun den nächsten operativen Meilenstein.
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