Genuine Parts Company leitet einen umfassenden Konzernumbruch ein. Mit der geplanten Aufspaltung in zwei spezialisierte Unternehmen für die Automobil- und Industriemärkte reagiert die Konzernführung auf den zunehmenden Modernisierungsdruck in beiden Branchen. Doch bietet die Trennung bis zum Jahr 2027 tatsächlich den erhofften Mehrwert für die Aktionäre?
Seit der Ankündigung vom vergangenen Dienstag wägen Marktteilnehmer die Perspektiven der künftigen Einheiten „Global Automotive“ und „Global Industrial“ ab. Die steuerfreie Transaktion soll bis zum ersten Quartal 2027 abgeschlossen sein. Während die Automobilsparte unter der Marke NAPA mit Kostendruck und dem Bedarf an moderneren Lieferketten kämpft, liegt der Fokus bei der Industriesparte „Motion“ auf der Automatisierung und digitalen Beschaffungstrends.
Für das laufende Geschäftsjahr 2026 hat das Management den Ausblick konkretisiert. Erwartet wird ein bereinigter Gewinn je Aktie (EPS) zwischen 7,50 und 8,00 US-Dollar. Diese Prognose dient Anlegern derzeit als neuer Orientierungspunkt für die kurzfristige Profitabilität während der Übergangsphase.
Fokus auf digitale Transformation
Um die beiden Einheiten auf die Eigenständigkeit vorzubereiten, fließen im Jahr 2026 rund 50 Prozent der geplanten Investitionsausgaben in die IT-Infrastruktur. Besonders im Industriesegment zeigt diese Strategie Wirkung: Die B2B-E-Commerce-Durchdringung stieg dort im vergangenen Jahr um über 800 Basispunkte. Der Erfolg dieser digitalen Offensive gilt als wichtige Kennzahl, um die Marktreife der „Motion“-Sparte für den Kapitalmarkt zu belegen.
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Analysten, unter anderem von der UBS, bewerteten die Pläne in ersten Kommentaren vom vergangenen Mittwoch zwiespältig. Zwar biete die Aufspaltung strategische Klarheit, doch müsse das Unternehmen zunächst die operative Komplexität und den konjunkturellen Gegenwind im Automobil-Aftermarket bewältigen.
Dividende und Ausblick
Trotz der langfristigen Umbaupläne setzt das Unternehmen bei der Gewinnbeteiligung auf Kontinuität. Die Quartalsdividende wurde kürzlich um 3,2 Prozent auf 1,0625 US-Dollar angehoben – dies entspricht der 70. Erhöhung in Folge. Wer von der nächsten Ausschüttung profitieren möchte, muss die Aktie vor dem Ex-Dividenden-Tag am Freitag, den 6. März 2026, im Depot halten. Die Auszahlung erfolgt am 2. April.
Präzisere Details zur künftigen Kapitalstruktur und den neuen Führungsteams werden für das zweite Halbjahr 2026 erwartet. Dann lädt das Management zu speziellen Investorentagen, um die langfristigen Finanzziele der zwei eigenständigen Unternehmen vorzustellen.
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