Der Traum vom Elektroauto-Imperium wird für General Motors zum Albtraum. Der Detroiter Konzern kündigte an, im vierten Quartal Sonderbelastungen von rund 7,1 Milliarden Dollar verbuchen zu müssen. Der Grund: ein drastischer Rückzug aus überzogenen E-Mobilitätsplänen. Die Aktie reagierte im vorbörslichen Handel mit einem Minus von zwei Prozent.
Was ist passiert? General Motors hat sich mit seinen Elektro-Ambitionen schlicht verkalkuliert. Die erhofften Absatzzahlen blieben aus, während gleichzeitig staatliche Subventionen wegfielen und die Regulierungsbehörden ihre Emissionsvorschriften abmilderten. Von den 7,1 Milliarden Dollar entfallen allein 6,0 Milliarden auf die Kurskorrektur in der E-Mobilitätsstrategie.
Vom Stromer-Vorreiter zum Verbrenner-Rückkehrer
Die Zahlen offenbaren das ganze Ausmaß der Fehleinschätzung. Von den 6,0 Milliarden Dollar sind 1,8 Milliarden nicht zahlungswirksame Wertberichtigungen. Die restlichen 4,2 Milliarden setzen sich aus Vergleichszahlungen an Zulieferer, Vertragsstrafen und anderen Kosten zusammen, die bei Fälligkeit zu echten Mittelabflüssen führen.
Besonders schmerzhaft: GM hatte bereits im dritten Quartal 1,6 Milliarden Dollar abschreiben müssen. Die Gesamtbelastung dürfte sich damit auf über 7,6 Milliarden Dollar summieren. Das Unternehmen kündigte zudem an, im Jahr 2026 weitere substanzielle Belastungen aus laufenden Verhandlungen mit der Zuliefererbasis zu erwarten – wenn auch deutlich geringer als die aktuellen Abschreibungen.
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China verschärft die Misere
Neben dem Elektro-Fiasko kommt noch eine zweite Hiobsbotschaft aus Fernost. Die bereits angekündigte Restrukturierung des Joint Ventures mit SAIC in China verursacht zusätzliche Belastungen von 1,1 Milliarden Dollar. Diese Kosten betreffen hauptsächlich Zuliefererforderungen und eine zusätzliche Rechtsrückstellung. Davon werden rund 0,5 Milliarden zahlungswirksam.
Wie reagiert GM? Der Konzern schlägt radikal um. Das Werk in Orion, Michigan, wird von der Elektro- zurück auf die Verbrenner-Produktion umgestellt. Dort sollen künftig vollformatige SUVs und Pickups mit herkömmlichen Verbrennungsmotoren vom Band laufen – Fahrzeugtypen, bei denen GM offenbar ungedeckte Nachfrage sieht. Zudem verkaufte der Konzern seinen Anteil an der Batteriezellenfabrik von Ultium Cells LLC in Lansing an LG Energy Solution.
Ironisch daran: GM war ab der zweiten Jahreshälfte 2024 zum zweitgrößten E-Auto-Verkäufer in Nordamerika aufgestiegen. Doch dieser Status kam offenbar zu einem Preis, den das Unternehmen nicht mehr bereit ist zu zahlen.
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