Der Lebensmittelgigant General Mills spürt den wachsenden Unmut der Wall Street. Nach enttäuschenden Quartalszahlen und reihenweise gekappten Kurszielen steht das Management unter Zugzwang. Mit einer Produktoffensive rund um proteinreiche Snacks und frische Tiernahrung versucht der Konzern nun, das Ruder herumzureißen und veränderte Konsumgewohnheiten für sich zu nutzen.
Die jüngste Bilanz für das dritte Quartal verfehlte die Erwartungen des Marktes deutlich. Sowohl der Gewinn pro Aktie als auch der Umsatz blieben hinter den Prognosen zurück. Als Reaktion auf die schwachen Zahlen, gepaart mit Sorgen über die hohe Verschuldung, strichen zahlreiche Analysten ihre Erwartungen zusammen:
- Wells Fargo: Abstufung auf „Underweight“, Ziel von 45 auf 35 US-Dollar
- BofA Securities: Zielsenkung von 48 auf 42 US-Dollar
- Jefferies: Zielsenkung von 42 auf 37 US-Dollar
- Stifel & Piper Sandler: Behalten Kaufempfehlungen, senken Ziele auf 44 bzw. 45 US-Dollar
Fokus auf Protein und Premium-Tiernahrung
Um dem Abwärtstrend entgegenzuwirken, richtet das Management das Sortiment neu aus. Im Zentrum stehen funktionale, proteinreiche Lebensmittel. Diese Strategie ist eine direkte Antwort auf strukturelle Veränderungen im Konsumverhalten, die unter anderem durch den Trend zu GLP-1-Abnehmspritzen getrieben werden. Mit Produkten wie proteinreichen Cheerios will das Unternehmen den Umsatz pro Kalorie stabil halten, auch wenn die Menschen insgesamt weniger essen.
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Ein weiterer Hoffnungsträger ist das Segment für Tiernahrung. Mit der Marke Blue Buffalo drängt General Mills in den lukrativen Milliardenmarkt für frisches Futter. Besonders bei Katzenbesitzern wächst die Bereitschaft, mehr Geld für Premium-Nahrung auszugeben, was dem Konzern in diesem Bereich bereits Marktanteilsgewinne bescherte.
Harter Preiskampf und ein Lichtblick
All diese Initiativen treffen auf ein raues Marktumfeld. Eigenmarken von Handelsriesen wie Walmart oder Aldi setzen etablierte Markenhersteller unter Druck und erobern Rekordanteile in den Supermarktregalen. Entsprechend nervös agieren Anleger: Die Aktie rutschte zuletzt auf 32,53 Euro ab und notiert damit hauchdünn über ihrem 52-Wochen-Tief.
Trotz des jüngsten Rückschlags hält das Management an seiner Jahresprognose fest. Für das vierte Quartal plant General Mills eine Rückkehr zum Gewinnwachstum, unterstützt durch eine günstige Kalenderkonstellation und erste Erfolge der Reinvestitionen. Bis diese Effekte voll in der Bilanz durchschlagen, dient die gehaltene Dividendenrendite von rund 6,5 Prozent als wichtiges Argument für einkommensorientierte Investoren.
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