Der US-Nahrungsmittelhersteller General Mills leitet einen geordneten Wechsel an der Unternehmensspitze ein. Dana McNabb übernimmt zum 1. Januar 2027 das Amt der Vorstandsvorsitzenden. Die derzeitige operative Geschäftsführerin folgt auf Jeff Harmening, der nach fast einem Jahrzehnt an der Spitze in die Funktion des Executive Chair wechselt.
Langjährige Führungskraft rückt auf
Der Verwaltungsrat bestimmte McNabb nach Unternehmensangaben einstimmig zur künftigen Konzernchefin. Die Managerin ist seit 27 Jahren im Unternehmen tätig und begann ihre Laufbahn 1999 bei General Mills in Kanada. Vor ihrer Ernennung zur Chief Operating Officer leitete sie unter anderem die Geschäftsbereiche North America Retail sowie North America Pet.
Unter der Leitung von Harmening hatte der Konzern sein Produktportfolio umfassend umgebaut. Wie Verwaltungsratsmitglied Maria Henry betonte, schüttete General Mills während seiner Amtszeit mehr als 17 Milliarden US-Dollar über Dividenden und Aktienrückkäufe an die Aktionäre aus.
Sparprogramme gegen Margendruck
Als zentrale Priorität für ihre Amtszeit nannte McNabb die Rückkehr zu profitablem Wachstum. General Mills sieht sich mit einer Zurückhaltung der Konsumenten und einer Verschiebung der Nachfrage konfrontiert. Zudem belasten höhere Inputkosten sowie US-Zölle auf Metalle für Verpackungen die Margen, wie Reuters berichtete. Die General Mills Quartalszahlen (vor gut einer Woche, seither -9,8 %) spiegelten dieses anspruchsvolle Marktumfeld wider.
Um den steigenden Kosten entgegenzuwirken, setzt das Management auf ein striktes Effizienzprogramm. Vorgesehen sind kumulierte Einsparungen von 3 Milliarden US-Dollar über die kommenden vier Jahre. Für das laufende Geschäftsjahr 2027 peilt General Mills davon Produktivitätseinsparungen von 750 Millionen US-Dollar an.
Für den Konzern kommt es darauf an, die notwendige Kostendisziplin mit Investitionen in zukunftsfähige Segmente zu verbinden. McNabb kündigte an, das Geschäft über digital gestützte Nachfragegenerierung und eine Modernisierung der Lieferkette voranzutreiben.
Zurückhaltung an den Märkten
An den Börsen löste die Personalentscheidung zunächst keine Erleichterung aus. Am gestrigen Mittwoch fiel die Aktie um 4,8 Prozent auf einen Schlusskurs von 28,40 Euro. Auf Sicht von sieben Tagen summiert sich der Kursrückgang damit auf 7,2 Prozent.
Der Fokus der Investoren richtet sich nun auf die Umsetzung der Wachstumsinitiativen. Die künftige Unternehmensleitung steht vor der Aufgabe, das Volumenwachstum in einem inflationären Konsumumfeld wieder verlässlich anzukurbeln.
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