General Mills kommt nicht zur Ruhe. JPMorgan hat das Kursziel für den US-Lebensmittelkonzern von 36 auf 31 Dollar gesenkt — und das „Underweight“-Rating gleich behalten. Der Kurs notiert aktuell bei 28,13 Euro, knapp über dem frischen 52-Wochen-Tief von 27,50 Euro vom Vortag.
JPMorgan erhöht den Druck
Die Kurszielreduktion ist kein Zufall. Zuletzt meldete General Mills einen Gewinn von 0,64 Dollar je Aktie — Analysten hatten 0,73 Dollar erwartet. Der Umsatz fiel im Jahresvergleich um mehr als acht Prozent. Das zeigt: Der Konzern verliert an Volumen und Preissetzungsmacht.
JPMorgan sieht keine schnelle Trendwende. Das „Underweight“-Rating signalisiert, dass die Bank die Aktie schlechter als den Markt bewertet. Seit Jahresbeginn hat der Kurs bereits rund 28 Prozent verloren — in zwölf Monaten sogar über 41 Prozent.
Technisch tief im roten Bereich
Das Chartbild ist eindeutig. Der Kurs liegt fast 50 Prozent unter dem 50-Tage-Durchschnitt von 55,78 Euro. Der RSI von 28,6 zeigt überverkauftes Terrain — das erklärt das leichte Plus von 1,3 Prozent am heutigen Handelstag. Eine technische Gegenbewegung, mehr nicht.
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Die annualisierte 30-Tage-Volatilität liegt bei über 200 Prozent. Das ist kein normales Marktumfeld für eine Konsumgüteraktie.
Strategie und nächste Termine
CFO Kofi Bruce und COO Dana McNabb vertreten General Mills in Kürze auf der dbAccess Global Consumer Conference. Themen: Kapitalallokation und Portfolioumbau. Der Konzern trennt sich von Randgeschäften — zuletzt vereinbarte er den Verkauf seiner Häagen-Dazs-Shops in China. Wachstumssegmente wie Tiernahrung und Premium-Snacks sollen das auffangen.
Ob die sogenannte „Accelerate“-Strategie greift, zeigt sich im Juli 2026. Dann veröffentlicht General Mills die Ergebnisse für das vierte Quartal und das gesamte Geschäftsjahr 2026 — inklusive Webcall mit Analysten und institutionellen Investoren. Das wird der eigentliche Test für das Management.
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