Enttäuschende Quartalszahlen, ein Kurs nahe am 52-Wochen-Tief, und trotzdem hält das Management an seinen Jahreszielen fest. General Mills lieferte heute Ergebnisse für das dritte Quartal des Geschäftsjahres 2026 — und die Zahlen fallen deutlich schlechter aus als erwartet.
Der bereinigte Gewinn je Aktie lag bei 0,64 Dollar und damit spürbar unter dem Analystenkonsens von 0,73 Dollar. Der Nettogewinn halbierte sich fast: von 625,6 Millionen Dollar im Vorjahresquartal auf jetzt 303,1 Millionen Dollar. Der Umsatz fiel um 8,5 Prozent auf 4,43 Milliarden Dollar.
Winterstürme, Lagerabbau, steigende Kosten
Hinter dem Einbruch stecken mehrere Faktoren. Zwei Drittel des Gewinnrückgangs entfallen laut Unternehmensangaben auf strategische Mehrausgaben für Markenaufbau sowie auf den Nettoeffekt von Portfoliobereinigungen — darunter der Verkauf des nordamerikanischen Joghurtgeschäfts, das 2025 abgeschlossen wurde. Der Rest resultiert aus operativem Gegenwind: Händler haben Lagerbestände reduziert, Winterstürme haben die Lieferkette zeitweise durcheinandergewirbelt und zu einer Schwankungsbreite von geschätzten elf Prozentpunkten im wöchentlichen Umsatzrhythmus geführt. Dazu kommen gestiegene Rohstoffkosten.
Die bereinigte Bruttomarge sank um 2,8 Prozentpunkte auf 30,6 Prozent. Die bereinigte operative Marge gab sogar um 4,2 Prozentpunkte auf 12,3 Prozent nach.
Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei General Mills?
Volumentrend zeigt erste Erholung
Trotz der schwachen Ergebnisse gibt es einen Lichtblick: Das Basisvolumen im US-Einzelhandel verbesserte sich auf minus ein Prozent — nach minus sieben Prozent im gesamten Geschäftsjahr 2025. In acht der zehn wichtigsten US-Kategorien konnte General Mills im bisherigen Jahresverlauf Marktanteile nach Gewicht hinzugewinnen.
Das Tiersegment entwickelt sich dabei zum Stabilitätsanker. Die US-Einzelhandelsumsätze im Heimtierbereich legten im dritten Quartal um 2,4 Prozent zu, nach einer weitgehend stagnierenden Entwicklung im Vorjahr. International lief es ebenfalls besser: Dort wuchs der organische Umsatz um ein Prozent, der operative Gewinn sogar um 82 Prozent — getragen von starker Nachfrage in Indien und China.
Für das Gesamtjahr 2026 erwartet das Unternehmen weiterhin einen Rückgang des organischen Nettoumsatzes von 1,5 bis zwei Prozent sowie einen Rückgang des bereinigten Gewinns je Aktie von 16 bis 20 Prozent. Das vierte Quartal soll deutlich besser ausfallen als das dritte — unter anderem wegen einer 53. Kalenderwoche im laufenden Geschäftsjahr und der erwarteten Umkehr der Lagerabbaueffekte beim Handel. Vorbörslich notiert die Aktie bei rund 38,52 Dollar — nur knapp oberhalb ihres 52-Wochen-Tiefs.
General Mills-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue General Mills-Analyse vom 18. März liefert die Antwort:
Die neusten General Mills-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für General Mills-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 18. März erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
General Mills: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...
