Der Lebensmittelkonzern General Mills streicht im Rahmen eines groß angelegten Konzernumbaus Arbeitsplätze. Statt Applaus von der Wall Street erntet das Management nun eine juristische Untersuchung und wachsende Skepsis der Analysten. Ein schwaches drittes Quartal liefert den Kritikern zusätzliche Argumente für ihre Zurückhaltung.
Juristisches Nachspiel in Missouri
Am 6. April kündigte das Unternehmen die Schließung einer Produktionsstätte für Pizzateig in Saint Charles, Missouri, an. Bis Mitte Juni sollen dort 163 Stellen dauerhaft wegfallen. Dieser Schritt ruft nun die Sammelklage-Kanzlei Strauss Borrelli auf den Plan. Die Juristen prüfen, ob General Mills gegen den sogenannten WARN Act verstoßen hat. Dieses US-Bundesgesetz schreibt eine schriftliche Vorlaufzeit von mindestens 60 Tagen für Massenentlassungen vor. Sollte sich der Verdacht erhärten, stehen den betroffenen Mitarbeitern Abfindungen und Leistungen für diesen Zeitraum zu.
Die Maßnahme in Missouri ist kein Einzelfall. Bis Juli 2026 schließt der Konzern zudem zwei Produktionsstätten für Tiernahrung in Joplin. Das Management begründet die Einschnitte mit einer mehrjährigen Initiative, um die Lieferkette wettbewerbsfähiger zu machen.
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Skepsis an der Wall Street wächst
Die Wall Street reagiert auf diese Umbaupläne äußerst verhalten. Die Investmentbank Wells Fargo senkte am Mittwoch ihr Kursziel für die Aktie von 35,00 auf 33,00 US-Dollar und bestätigte die Einstufung „Underweight“. Bereits im März hatte Analyst Chris Carey das Papier herabgestuft. Er begründete den Schritt mit einem Bündel an Risiken, darunter eine hohe Verschuldung, knappe Dividendenausschüttungsquoten und Gefahren für den Gewinn je Aktie.
Diese Vorsicht spiegelt sich in den jüngsten Geschäftszahlen wider. Im dritten Quartal verfehlte General Mills mit einem Gewinn von 0,64 US-Dollar je Aktie die Markterwartungen von 0,73 US-Dollar deutlich. Auch der Umsatz schrumpfte im Jahresvergleich um 8,4 Prozent auf 4,44 Milliarden US-Dollar. Trotz des Gegenwinds hält CEO Jeff Harmening an der Jahresprognose für 2026 fest und verspricht für das vierte Quartal eine Rückkehr zum Gewinnwachstum durch verbesserte Absatztrends.
Schwache Zahlen treffen auf Dividenden-Stichtag
Kurzfristig rückt nun die Gewinnausschüttung in den Fokus der Anleger. Bereits am morgigen Freitag, den 10. April, wird die Aktie ex-Dividende gehandelt. Aktionäre, die das Papier zu diesem Stichtag im Depot halten, erhalten am 1. Mai eine Quartalsdividende von 0,61 US-Dollar je Anteilsschein. Diese verlässliche Zahlung bildet derzeit das wichtigste Gegengewicht zu den operativen und juristischen Baustellen des Konzerns.
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