General Mills lockt Investoren derzeit mit einer deutlich höheren Dividende — zugleich lasten rückläufige Umsätze und Abflüsse von institutionellen Anlegern auf dem Titel. Bleibt die attraktive Rendite stark genug, um die operativen Schwächen zu kompensieren? Im Folgenden beleuchte ich, was hinter dem Zinsreiz steckt und welche Faktoren das nächste Quartal prägen werden.
Warum die Dividende sticht
Der Verwaltungsrat bestätigte eine Quartalsdividende von 0,61 USD je Aktie (annualisiert 2,44 USD), was die aktuelle Rendite auf rund 5,3% hebt. Anleger müssen die Aktien vor dem Ex-Dividendenstichtag am 9. Januar 2026 halten, um die Auszahlung am 2. Februar zu erhalten. Der Schlusskurs am Freitag lag bei 45,98 USD, was die Attraktivität der Ausschüttung unterstreicht.
Die Auszahlung ist Teil einer langen Ausschüttungstradition: General Mills zahlt seit 127 Jahren ununterbrochen Dividenden. Mit einer Ausschüttungsquote von etwa 52,5% gibt das Unternehmen mehr als die Hälfte seines Gewinns an Aktionäre zurück — ein klares Signal, dass Management und Board Kapitalrückfluss priorisieren.
Umsatzrückgang und operative Lage
Gleichzeitig verzeichnete General Mills im zweiten Quartal des Geschäftsjahres 2026 einen Umsatzrückgang von 7,2% auf 4,86 Mrd. USD. Hauptgrund war der Verkauf des nordamerikanischen Joghurtgeschäfts, der rund sechs Prozentpunkte des Rückgangs erklärt. Operativ berichtete das Unternehmen bereinigte Gewinne je Aktie von 1,10 USD und übertraf damit die Konsensschätzung von 1,03 USD. Allerdings liegt das Ergebnis deutlich unter dem Vorjahreswert von 1,40 USD.
Positiv wirkte das Geschäft mit Heimtieren: Der Bereich steigerte die Nettoumsätze um 11% auf 660 Mio. USD, begünstigt durch die Übernahme von Whitebridge Pet Brands. Für das Gesamtjahr gibt General Mills eine Gewinnprognose von 3,58 bis 3,79 USD je Aktie heraus.
Wichtig für die Margenentwicklung ist das Holistic Margin Management: Ziel sind Einsparungen in Höhe von 5% der Herstellungskosten, um steigende Inputkosten und mögliche Zollbelastungen abzufedern. Ob diese Maßnahmen greifen, dürfte die Margen in einem inflationären Umfeld entscheiden.
Institutionelle Verkäufe und Analystenmeinung
Große Investoren reduzierten zuletzt deutlich ihre Positionen: JB Capital senkte seinen Bestand um 85,8% (Verkauf von 48.091 Aktien, verbleibend 7.957 Stück), Ascent Group kürzte um 22,8%. Analystisch ist die Stimmung verhalten; Jefferies senkte das Kursziel von 50 auf 47 USD, während der Konsens bei 53,44 USD liegt und zahlreiche große Häuser derzeit mit „Hold“ agieren.
Wichtigste Fakten auf einen Blick:
– Quartalsdividende: 0,61 USD (annualisiert 2,44 USD; Rendite ~5,3%)
– Q2-Umsatz: 4,86 Mrd. USD (−7,2% YoY)
– Bereinigtes EPS: 1,10 USD (Konsens 1,03 USD; Vorjahr 1,40 USD)
– FY2026-Prognose: 3,58–3,79 USD je Aktie
– Pet-Segment: +11% auf 660 Mio. USD
– Institutionelle Reduktionen: JB Capital −85,8%, Ascent Group −22,8%
Kurzfristig dürfte die Aktie von der hohen Ausschüttung unterstützt bleiben. Entscheidend ist jedoch, ob Produktinnovation (Management peilt 25% der Verkäufe durch Neuheiten an) und das Margin-Programm die Rückgänge bei den Volumina kompensieren können. Gelingt das, stützt das die Dividendenbilanz; bleibt die Umsetzung aus, dürfte der Titel weiter unter Druck stehen — neben dem Ex-Dividendenstichtag (9. Januar) sind vor allem die nächsten Quartalszahlen als Realitätscheck zu werten.
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