Geely legt seinen Elektro-Bestseller Xingyuan neu auf – zum Kampfpreis. Das in China und als Geely EX2 auch international vermarktete Modell startet zeitlich begrenzt für 61.800 Yuan, umgerechnet rund 9.130 US-Dollar. Das sind sechs Prozent weniger als beim Vorgänger. Ein klares Signal im hart umkämpften Einstiegssegment.
Die Aktion ist kein Nischenvorstoß. Der Xingyuan ist eine tragende Säule im Geely-Portfolio: Über 465.000 Einheiten verkaufte der Kleinwagen 2025 in China. Damit zählt er zu den meistverkauften Elektroautos des Landes.
Technisch aufgewertet, nicht verbilligt
Trotz des niedrigeren Preises hat Geely das Fahrzeug in mehreren Bereichen überarbeitet. Alle sechs Ausstattungsvarianten nutzen Lithium-Eisenphosphat-Zellen von CATL – mit Reichweiten zwischen 310 und 480 Kilometern nach chinesischem CLTC-Standard. Ein weiteres Upgrade: Die Batterie lädt in 19 Minuten von 30 auf 80 Prozent. Der Xingyuan bleibt zudem beim Hinterradantrieb mit Einzelradaufhängung – in dieser Klasse ein Zugeständnis an agiles Handling.
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Europa-Vorstoß nimmt Fahrt auf
Parallel zur Heimat-Offensive treibt Geely die Internationalisierung voran. Nach dem Markteintritt in Deutschland, Spanien und den Benelux-Staaten im Frühjahr folgt nun ein Partner für die Finanzierung: Consors Finanz soll den Aufbau des deutschen Händlernetzes begleiten. Bis Jahresende soll es stehen.
Die Aktie zeigte sich von den Nachrichten kaum bewegt. In Hongkong schloss das Papier bei 18,82 HKD (minus 0,27 Prozent). Der RSI liegt bei 75 – der Wert hat in den vergangenen Tagen also an Dynamik gewonnen. In Europa notierte Geely zuletzt bei 2,10 Euro, rund 23 Prozent unter dem 52-Wochen-Hoch. Das Ausmaß der Bewegung bleibt überschaubar.
Für das laufende Jahr peilt der Konzern einen Gesamtabsatz von 3,45 Millionen Fahrzeugen an – ein Plus von rund 14 Prozent. Neben dem neuen Xingyuan sollen vor allem die Premium-Marken Zeekr und Lynk & Co liefern.
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