GE Vernova zieht wieder institutionelles Interesse an – getrieben von einem Rekordauftragsbestand und jüngsten Großaufträgen im Bereich Elektrifizierung. Analysten konzentrieren sich nun auf eine zentrale Frage: Kann das Unternehmen den 135-Milliarden-Dollar-Backlog in margenstarke Umsätze bis 2026 umwandeln? Die folgenden Entwicklungen liefern erste Hinweise — aber auch Gegenwind.
HVDC-Auftrag und Branchenposition
Berichte von Nuvama Wealth Management und Nomura heben GE Vernovas gestärkte Stellung im HVDC-Markt hervor. Auslöser war der finalisierte Vertrag mit AESL Projects für das Khavda–South Olpad HVDC-Projekt—ein Auftrag mit einem Volumen von rund 1,2 Milliarden US-Dollar (ca. 10.000 Crore). Solche Projekte erhöhen die Umsatzsichtbarkeit der Electrification-Sparte erheblich und stützen die Hoffnung, dass ein Teil des 135-Milliarden-Backlogs in hochwertige Umsätze überführt werden kann.
Die Electrification-Sparte liefert bereits starke organische Wachstumsraten (rund 25%), begünstigt durch weltweite Investitionen in Netzmodernisierung und dem steigenden Strombedarf von KI-Rechenzentren. Diese Dynamik erklärt, warum Analysten und Investoren den Fokus zunehmend auf die Umsetzungsfähigkeit legen.
Gegenwind aus dem Windgeschäft und Marktreaktionen
Gleichzeitig ist das Bild geteilt: Während Power und Electrification über den Erwartungen liegen, belastet das Windgeschäft durch regulatorische Verzögerungen. Die Entscheidung des US-Innenministeriums vom 22. Dezember, groß angelegte Offshore-Windprojekte wegen nationaler Sicherheitsprüfungen zu pausieren, kann Zeitpläne für Projekte wie Vineyard Wind verzögern. Dieses Nebeneinander von starken Netzaufträgen und Unsicherheiten im Windbereich erklärt die jüngere Konsolidierung der Aktie.
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Kurzfristige Kursdaten spiegeln die Gemengelage wider: Schlusskurs am Freitag lag bei 663,46 USD, während die Aktie im laufenden Jahr fast verdoppelt ist (YTD +99,84%) und sich nur knapp unter dem 52‑Wochen‑Hoch befindet.
- Rekord-Backlog: 135 Mrd. USD
- Wichtiger Auftrag: Khavda–South Olpad HVDC ≈ 1,2 Mrd. USD
- Electrification organisches Wachstum: ~25%
- Institutionelle Käufe: Apollon erhöhte seine Position um 6,2% im letzten Quartal
- 2025er Umsatzerwartung: Am oberen Ende der Spanne von 36–37 Mrd. USD
Ausblick und Kapitalallokation
Für 2026 nennt GE Vernova eine Umsatzspanne von 41–42 Mrd. USD und Free-Cash-Flow-Erwartungen von 4,5–5,0 Mrd. USD. Der Vorstand hat die Rückkaufautorisierung auf 10 Mrd. USD erhöht und projektiert kumulierten Free Cash Flow von etwa 22 Mrd. USD bis 2028. Wichtige Termine: Ex-Dividend‑Date für die verdoppelte Quartalsdividende (0,50 USD) ist der 5. Januar 2026; die Übernahme der verbleibenden 50%-Beteiligung an Prolec GE soll Mitte 2026 schließen.
Fazit: Die Auftragslage und die HVDC-Wins geben GE Vernova eine realistische Chance, den hohen Backlog in margenstarke Umsätze zu verwandeln. Entscheidend bleibt die operative Umsetzung in Electrification und das Timing bei Windprojekten — die genannten Guidance‑Zahlen und Kapitalmaßnahmen liefern konkrete Benchmarks, an denen sich die Markterwartungen in den kommenden Quartalen messen lassen.
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