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Symbolbild, KI-generiert

Ge Vernova Aktie: Aufbruch ins Stromnetz

GE Vernova steigert Umsatz und Marge im dritten Quartal, hebt die Jahresprognose an und plant die Trench-Übernahme bis Ende 2027.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Quartalsumsatz steigt auf 12,6 Milliarden Dollar
  • Operative Marge erreicht 15,4 Prozent
  • Freie Cashflow-Prognose auf 16 bis 17 Milliarden Dollar angehoben
  • Trench-Übernahme für Ende 2027 vorgesehen

Rekordzahlen, höhere Prognose, ein milliardenschwerer Zukauf — und trotzdem gibt die Aktie nach. Ge Vernova hat am Mittwoch gezeigt, wie groß der Stromhunger der KI-Rechenzentren inzwischen ist. Die Anleger honorieren das bislang nur zurückhaltend.

Zahlen deutlich über den Erwartungen

Im dritten Quartal stieg der Umsatz um rund ein Viertel auf 12,6 Milliarden Dollar und übertraf damit die Analystenerwartungen. Die operative Marge sprang von 8,1 auf 15,4 Prozent. Der Überschuss verdreifachte sich nahezu und erreichte knapp 1,3 Milliarden Dollar.

Treiber ist vor allem das Gasgeschäft. In den USA stoßen Netze und Erzeugungskapazitäten regional an Grenzen, Produktionsplätze für Turbinen sind teils auf Jahre ausgebucht. Finanzchef Ken Parks nennt vorteilhafte Preise, disziplinierte Auftragsannahme und das wachsende Servicegeschäft als Margenhebel.

Die Aufträge fast verdoppelten sich auf 29,3 Milliarden Dollar. Der Auftragsbestand liegt bei rund 197 Milliarden Dollar. Konzernchef Scott Strazik erwartet, dass er im Schlussquartal die Marke von 200 Milliarden überschreitet.

Prognose rauf, Rückkauf verdoppelt

Für das Gesamtjahr peilt das Management nun 46,5 bis 47,5 Milliarden Dollar Umsatz an, jeweils eine Milliarde mehr als bisher. Die bereinigte Ebitda-Marge soll bei 13,5 bis 14,5 Prozent liegen. Beim freien Cashflow hebt der Konzern die Spanne deutlich auf 16 bis 17 Milliarden Dollar.

Die Ermächtigung für Aktienrückkäufe steigt von 10 auf 20 Milliarden Dollar. Das erste Programm ist weitgehend ausgeschöpft, im Schnitt zahlte das Unternehmen dafür rund 635 Dollar je Aktie.

Trench: Zukauf im Hochspannungsgeschäft

Mit der Übernahme der Trench Group für 9 Milliarden Dollar will Ge Vernova das Geschäft mit Hochspannungsausrüstung ausbauen. Der Kaufpreis entspricht dem 13-Fachen des für 2028 erwarteten bereinigten Ebitda. Finanziert wird je zur Hälfte aus Barmitteln und Schulden, der Abschluss ist für Ende 2027 geplant.

Trench soll 2026 rund 1,4 Milliarden Dollar umsetzen, der Auftragsbestand samt Rahmenverträgen liegt bei etwa 5 Milliarden Dollar. Das Management erwartet Kostensynergien von 50 bis 100 Millionen Dollar bis 2030.

Aktie unter Druck

Die Reaktion fällt gemischt aus. Im frühen US-Handel gaben die Papiere zeitweise um zwei Prozent nach, nachdem sie im Handelsverlauf zeitweise deutlich stärker gefallen waren. Marktbeobachter verweisen auf Gewinnmitnahmen bei vielen KI-getriebenen Werten, denen sehr hohe Kurssprünge vorausgegangen waren. Seit dem Börsendebüt im Frühjahr 2024 hat sich der Wert der Aktie dennoch vervielfacht.

Mit einem Bestand nahe 200 Milliarden Dollar und höheren Margen hat das Management die Messlatte für das Schlussquartal klar gesetzt. Die Zahlen zum vierten Quartal liefern den nächsten Beleg, ob der Konzern sie reißt oder erreicht.

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