Gartner rückt seine Einschätzung zur globalen KI-Nachfrage in den Mittelpunkt – mit deutlich höheren Ausgabenprognosen und konkreten Szenarien für „agentic AI“. Zugleich zeigt die Aktie in den vergangenen Monaten starke Schwankungen. Ist die jüngste Kurskorrektur übertrieben?
Wesentliche Fakten auf einen Blick:
– Weltweite KI-Ausgaben prognostiziert: 2,52 Billionen US-Dollar in 2026 (+44%).
– Zusätzliche Ausgaben für KI-Infrastruktur: 401 Milliarden US-Dollar in 2026.
– 60% der Marken sollen bis 2028 „agentic AI“ für individuelle Kundeninteraktionen nutzen.
– 33% der Enterprise-Software-Anwendungen könnten bis 2028 agentic AI integrieren.
– Q3 2025 Umsatz: rund 1,5 Mrd. US-Dollar (+3% YoY).
– Kurs (14. Jan. 2026 Schluss): 238,93 US-Dollar; 1-Monats-Performance: -6,17%; 52-Wochen-Verlust: -53,70%.
Gartners KI-Prognosen
Gartner erwartet für 2026 ein deutliches Wachstum bei KI-Investitionen, getragen vor allem von Infrastrukturaufbau. Die Zahl von 2,52 Billionen US-Dollar und der Zusatz von 401 Milliarden für KI-Tools und Rechenkapazität unterstreichen, dass Unternehmen massiv in Grundlagen investieren.
Das Beratungsunternehmen sieht zudem einen Wandel in Kundeninteraktionen: Bis 2028 sollen etwa 60% der Marken agentic AI einsetzen, also autonome, personalisierte Systeme für Marketing, Vertrieb und Support. Gartner rechnet außerdem damit, dass 33% der Unternehmenssoftware bis dahin entsprechende Funktionen integriert, wodurch rund 15% der täglichen Entscheidungsprozesse automatisiert werden könnten.
Operativ meldete Gartner für Q3 2025 einen Umsatzanstieg von etwa 3% auf rund 1,5 Mrd. US-Dollar. Das Management hob die bereinigte EBITDA- und Margenprognose an und erwartet eine Beschleunigung des Vertragsvolumens im Jahr 2026.
Marktreaktion und Ausblick
Trotz der positiven KI-Prognosen fiel der Aktienkurs deutlich vom Vorjahreshoch. Am 14. Januar schloss die Aktie bei 238,93 US-Dollar. In den letzten zwölf Monaten ging der Kurs von 584,01 auf 222,54 US-Dollar zurück und verlor damit rund 54%.
Einige Investoren sehen darin ein Risiko: Die Sorge besteht, dass KI-Anbieter oder neue Geschäftsmodelle die Beratungs- und Research-Umsätze von Gartner unter Druck setzen könnten. Fondsmanager von Oakmark äußerten dagegen in einem Schreiben vom 14. Januar, die Befürchtungen seien „übertrieben“; sie verweisen auf hohe Kundenbindung und organische Wachstumschancen.
Analystenseitig liegt das Spektrum der Kursziele breit: UBS setzte am 9. Januar ein Ziel von 270 US-Dollar. Durchschnittswerte zitierter Analystengruppen bewegen sich um etwa 309,67 US-Dollar bzw. 278,75 US-Dollar. Insgesamt dominiert aktuell ein „Hold“-Konsens.
Konkreter Ausblick: Für viele Anleger werden die nächsten Quartalszahlen richtungsweisend sein. Einige Quellen nennen Anfang Februar als mögliches Veröffentlichungsfenster, vielfach wird der 9. Februar genannt; andere erwarten die Q4-2025-Berichte erst im Mai. Das Managementsignal zur Beschleunigung des Vertragswerts in 2026 bleibt ein zentraler Indikator zur Beurteilung, ob die aktuelle Bewertung gerechtfertigt ist.
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